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Ausland

Mehr als die Hälfte der Franzosen würde Leihmutterschaft erlauben

Donnerstag, 4. Januar 2018

Paris – Ein Großteil der Franzosen steht der Leihmutterschaft sowie der künstlichen Befruchtung bei lesbischen Paaren positiv gegenüber. Das geht aus einer gestern von der französischen Zeitung La Croix veröffentlichten Umfrage des Instituts Ifop hervor.

Demnach sprachen sich 64 Prozent der Befragten dafür aus, die Leihmutterschaft zu legalisieren. 60 Prozent plädierten dafür, die künstliche Befruchtung auch für lesbische Paare zu erlauben. Anfang der 1990er-Jahre hatte sich den Angaben zufolge noch weniger als ein Viertel der Befragten dafür ausgesprochen. Für die Studie befragte Ifop zwischen dem 8. und 11. Dezember 1.010 Franzosen über 18 Jahre.

Ergebniss auch zur Sterbehilfe

Der Soziologe Alain Mergier wertete die Ergebnisse als Beleg dafür, dass der Einfluss von Bewegungen für das traditionelle Familienbild wie „La Manif pour tous“ äußerst begrenzt sei. Es gab keine schweigende Mehrheit hinter denen, die damals auf die Straße gegangen sind“, sagte er der Zeitung La Croix. Das Bündnis hatte in der Vergan­genheit unter anderem gegen die im Jahr 2013 eingeführte Ehe für gleichgeschlecht­liche Paare protestiert.

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Aus der Umfrage geht laut Zeitung auch hervor, dass 89 Prozent der Franzosen eine Legalisierung der aktiven Sterbehilfe und/oder des assistierten Suizids unterstützen.
Praktizierende Katholiken waren den Angaben zufolge bei vielen Fragen anderer Meinung. Von ihnen plädierten 72 Prozent für die Legalisierung der aktiven Sterbehilfe und/oder des assistierten Suizids, 46 Prozent für die Leihmutterschaft und 35 Prozent für die künstliche Befruchtung bei lesbischen Paaren.

Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron will 2018 das Gesetz zur Bioethik überarbeiten. Am 18. Januar soll eine Internetseite online gehen, auf der Bürger und Organisationen ihre Meinung zu dem Thema äußern können. Zudem sollen zwischen Januar und April in allen Regionen Frankreichs Debatten zur Bioethik stattfinden.

Der Nationale französische Ethikrat (CCNE) will im Frühjahr einen Bericht über den allgemeinen Zustand der Bioethik veröffentlichen. Im Herbst plant die Regierung einen ersten Vorschlag für die Überarbeitung des Bioethikgesetzes vorzulegen. © kna/aerzteblatt.de

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mariposa#18
am Freitag, 12. Januar 2018, 11:07

Nein zur ukrainischen Fortpflanzungsmedizin

In der Ukraine herrscht nämlich wahnsinniges Durcheinander im Bereich der Fortpflanzungsmedizin. Es scheint als ob dort jeder Willige behandelt werden kann. Alter oder sonstwelche Faktoren, die in Deutschland als Kontraindikationen gegen eine Ki-Wu Behandlung betrachtet werden, sind für die ukrainischen Mediziner ohne Bedeutung. Profit ist obenan, sondern nicht die menschlichen Werte.
glueckspilz
am Donnerstag, 11. Januar 2018, 13:27

glückliche Mutter dank LM

Wir haben auch die Möglichkeiten der Fortpflanzungsmedizin in Anspruch genommen. Da ich ohne Gebärmutter geboren bin, war es für mich selbstverständlich abgesagt, das Kind selbst auszutragen und zur Welt zu bringen. Doch mit meinem Lebenstraum wollte ich in gar keinem Fall abschließen. Abgesehen von all der Kritik sind wir in die Ukraine geflogen, um dank der Leihmutterschaft zu den Eltern zu werden. Und diese Entscheidung bereue ich nicht im Geringsten.
mariposa#18
am Mittwoch, 10. Januar 2018, 11:06

Wahnsinn

Viele verstecken sich einfach hinter Worte über Elternglück und unbezwingbaren Kinderwunsch, aber dies ist bestimmt kein Anlaß dazu, unmoralische Dinge in Kauf zu nehmen.
Im Bereich der Fortpflanzungsmedizin herrscht nämlich ein krauses Durcheinander. Es ist ständig in Medien über sogenannte extreme Fälle zu erfahren: Streite um Babys, durch Verfahren der Reproduktionsmedizin geborene kranke Kinder, Vierlinge mithilfe der künstlichen Befruchtung bei 65-jährigen Frau… Wahnsinn!

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