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Überlastung des Pflegepersonals in Heimen macht Deutschen Angst

Donnerstag, 4. Januar 2018

/Peter Atkins, stock.adobe.com

Berlin – Die Vorstellung, im Alter in ein Pflegeheim ziehen zu müssen, macht acht von zehn Menschen in Deutschland Angst. Lediglich sechs Prozent können sich vorstellen, freiwillig in einer Senioreneinrichtung zu leben, falls sie pflegebedürftig werden.

Das berichtet die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Pricewater­houseCoopers (PwC) nach einer Befragung unter 1.000 Bundesbürgern. Vor allem fürchten die Studienteilnehmer den Personalmangel in den Heimen und überforderte Pflegekräfte, wie 73 Prozent angaben.

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Mehr Wertschätzung erforderlich

„Unsere Befragung zeigt, dass Pflegeheime in Deutschland keinen guten Ruf genießen. Bei den Bürgern in Deutschland ist angekommen, welche Folgen der Personalnotstand hat, der sich durch den demografischen Wandel noch weiter verschärfen wird“, zieht Michael Burkhart, Leiter des Bereichs Gesundheitswesen und Pharma bei PwC Deutsch­land, ein Fazit der Umfrage.

Wichtig seien mehr Wertschätzung für den Pflegeberuf und eine neue Art der Versor­gung in den Heimen, die den Menschen wieder stärker in den Mittelpunkt stellen müsse. Um die Qualität der Einrichtungen zu messen und im nächsten Schritt zu verbessern, sollten die Bewohner, aber auch Angehörige und Mitarbeiter in den Prozess eingebunden werden, so PwC.

Die Befragten haben konkrete Vorstellungen davon, wie sich die aktuelle Situation in den Heimen verbessern ließe. Vor allem wünschen sie sich regelmäßige Qualitäts­kontrollen der Pflegeheime durch externe Stellen, wie 98 Prozent der Studienteilneh­mer fordern. Ebenso wünschen sich die Bürger eine Verbesserung des Betreuungs­schlüssels, damit mehr Zeit für den einzelnen Bewohner bleibt (97 Prozent).

Um die Situation der Pflegekräfte zu verbessern, befürworten 97 Prozent der Befragten ein höheres Gehalt. 43 Prozent wären bereit, dafür einen höheren Beitragssatz zur Pflegeversicherung zu leisten. Diese Bereitschaft wächst mit steigendem Netto­einkommen und liegt im Schnitt bei 33 Euro pro Monat. 39 Prozent lehnen eine Erhöhung ab, weil diese für sie nicht finanzierbar wäre. 18 Prozent wären dazu nicht bereit, obwohl sie es sich leisten könnten. 

„Der Schlüssel für eine bessere Versorgungsqualität in den Heimen liegt in der Aufwertung des Pflegeberufs und einem verbesserten Miteinander zwischen Bewohnern, ihren Angehörigen und dem Personal“, so Burkhart. © hil/aerzteblatt.de

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H.-D. Falkenberg
am Montag, 15. Januar 2018, 19:21

Perss+onalmangel in Pflegeheimen

Schon einige Monate nach meinem altersbedingten Ausscheiden bei einer namhaften Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (big four) im Bereich Gesundheit und Pflege habe ich angeboten, Schulen zu besuchen, um dort junge Menschen zu animieren, einen Pflegeberuf zu ergreifen. Dies sollte lediglich gegen die Erstattung von Reisekosten und Spesen erfolgen. Mein schriftlich formuliertes und einem zuständigen Landesministerium zugesandtes Schreiben ist nicht beantwortet worden. Aufgrund meiner mündlichen Erinnerung wurde mir versichert, die Ministerin habe sich über mein Schreiben sehr gefreut - diese Floskel kannte ich bereits -, sehe aber keinen Bedarf der Werbung. Dies geschah nicht vor Jahrzehnten, sondern im Jahr 2009. Einen interessanten Film über meine "Praktika" in sozialen Einrichtungen, einen Power-Point-Vortrag zu diesem Thema und meine jahrzehntelange Erfahrung hätte ich jederzeit präsentieren können.
LNS

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