NewsÄrzteschaftKinder- und Jugendärzte raten von elektronischen Medien im Kinderschlafzimmer ab
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Kinder- und Jugendärzte raten von elektronischen Medien im Kinderschlafzimmer ab

Freitag, 5. Januar 2018

/dpa

Köln – Auf den schädlichen Einfluss von elektronischen Medien im Kinderschlafzimmer hat der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) hingewiesen. „Medien gehören nicht ins Schlafzimmer“, erklärte Uwe Büsching aus dem Vorstand des Berufs­verbandes.

Der Kinder- und Jugendarzt warnt vor einer Kettenreaktion. „Kinder, die in ihrem Schlafzimmer fernsehen oder Videospiele spielen, lesen und schlafen weniger und nehmen weniger an anderen Aktivitäten teil“, sagte er. In der Folge schnitten sie tenden­ziell schlechter in der Schule ab, neigten zu Übergewicht und Spielsucht.

Anzeige

Mehr als 30 Minuten sind zu viel

Büsching warnte, da Eltern die Aktivitäten im Kinder- beziehungsweise Jugendzimmer oft nicht genau verfolgen könnten, nutzten Kinder dort häufiger gewalttätige Videospiele oder schauten Filme, die nicht für ihr Alter geeignet seien.

Die BLIKK-Studie 2017 zeige, dass Mediennutzung über 30 Minuten pro Tag bei kleinen Kindern mit Entwicklungsstörungen einhergingen, wenn diese nicht von ihren Eltern begleitet würden, um schrittweise eine digitale Medienkompetenz zu erlangen.

BLIKK“ ist eine Querschnittserhebung der Kinder- und Jugendärzte des BVKJ mit mehr als 5.500 Datensätzen. Die Ergebnisse hatte der Berufsverband bereits im Mai des vergangenen Jahres vorge­stellt. Danach reichen die gesundheitlichen Risiken übermäßigen Medienkonsums für Kinder von Fütter- und Einschlafstörungen bei Babys über Sprachentwicklungs­störungen bei Kleinkindern bis zu Konzentrationsstörungen im Grundschulalter. 

„Wenn Eltern unsicher sind, wie sie selbst und ihre Kinder am besten mit Medien umgehen sollten, dann können sie ihren Kinder- und Jugendarzt um Unterstützung bitten“, empfiehlt der Berufsverband. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

20. Februar 2019
Berlin/Köln – Die Barmer Krankenkasse hat ihr sogenanntes Kinder- und Jugend-Programm um ein Modul namens „PädAssist“ erweitert. Dieses beinhaltet eine App zum Langzeitmonitoring junger Patienten
Telemedizinisches Monitoring bei Asthma oder Rheuma per App
19. Februar 2019
Berlin – Kinder und Jugendliche in Berlin werden laut einer Krankenkassenuntersuchung überdurchschnittlich häufig wegen Depression und Schulangst behandelt. Mit 12,5 Fällen diagnostizierter Depression
DAK-Report: Depression und Schulangst häufiger bei Berliner Nachwuchs
15. Februar 2019
Essen – Eine im Fachbeirat des Missbrauchsbeauftragten der Bundesregierung tätige Internetexpertin hat ein Smartphoneverbot für unter 14-jährige Kinder gefordert. „Wie wir Kinder vor Alkohol oder
Regierungsberaterin für Smartphoneverbot für unter 14-Jährige
14. Februar 2019
Hannover – Die Nutzung von Smartphone und Computer löst in vier von fünf Familien Streit zwischen Eltern und Kindern aus. Das ergab eine heute in Hannover veröffentlichte Umfrage der KKH Kaufmännische
Smartphone-Nutzung sorgt häufig für Familienstreit
7. Februar 2019
München – Die AOK Bayern hat ihren Kinder- und Jugendarztvertrag erweitert. Künftig eingeschlossen sind umfassende Beratungen für Eltern zum Thema Antibiotika sowie zu Prävention durch Bewegung. Eine
AOK Bayern nimmt weitere Leistungen in Kinderarztvertrag auf
6. Februar 2019
Buffalo/New York – Entgegen den derzeitigen Empfehlungen kann bei Teenagern, die bei einem Sportunfall eine leichte Schädel-Hirn-Verletzung erlitten haben, ein leichtes Sportprogramm die Erholung
Gehirnerschütterung: Sport beschleunigt in Studie die Erholung von Teenagern
31. Januar 2019
Hannover – Rheuma ist laut einer statistischen Erhebung keine Frage des Alters. Auch junge Menschen und sogar Kleinkinder sind betroffen. Bundesweit litten rund 15.000 Kinder und Jugendliche unter
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

Anzeige
NEWSLETTER