NewsAuslandWHO will Computerspielsucht als Krankheit anerkennen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

WHO will Computerspielsucht als Krankheit anerkennen

Montag, 8. Januar 2018

/SteF, stock.adobe.com

Genf – Die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) will Computerspielsucht als Krankheit anerkennen. Wie ein Sprecher der UN-Organisation in Genf mitteilte, soll das allgemein als „Gaming Disorder“ bezeichnete Phänomen in die elfte Internationale Klassifikation der Krankheiten aufgenommen werden, die im Juni veröffentlicht wird. Die Liste basiert auf Einschätzungen von Experten in aller Welt.

WHO-Sprecher Tarik Jasarevic sagte, „Gaming Disorder“ werde definiert als „ein mit Online- oder Offline-Computerspielen zusammenhängendes Verhalten, bei dem die Kontrolle über das Spiel verloren geht, dem Spiel Vorrang vor anderen Aktivitäten gegeben wird und schließlich andere Interessen in den Hintergrund gedrängt werden“. Zudem sei charakteristisch, dass Betroffene trotz negativer Folgen weiter spielten, sogar intensiver. Bevor „Gaming Disorder“ diagnostiziert werde, müsse der Betroffene aber mindestens ein Jahr lang ein Suchtverhalten gezeigt haben.

Anzeige

Über die Auswirkungen der Computerspielsucht gebe es noch keine ausreichenden wissenschaftlichen Erkenntnisse, sagte Jasarevic. Dazu sei das Phänomen noch zu neu. Aber Mediziner seien so weit zu erkennen, „dass es ein Problem gibt“. Daher sei die Aufnahme in die Krankheitsliste „angebracht“. Zudem verlangten viele Betroffene nach Hilfe. Wenn das Phänomen als Krankheit anerkannt sei, könne dies zur Unterstützung weiterer Forschung führen. © afp/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

26. Mai 2020
München − Dürfen Onlinecasinos bundesweit für sich werben, obwohl sie nur in einem Bundesland erlaubt sind? Diese Frage ist gestern am Münchner Landgericht I verhandelt worden. Die Parteien
Streit um TV-Werbung für Onlinecasinos
23. April 2020
Berlin − Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig, macht sich in der Coronakrise für eine Eindämmung von Werbung für Online-Glücksspiel stark. „Auf Kosten von suchtkranken
Drogenbeauftragte will Eindämmung von Werbung für Online-Glücksspiel
24. März 2020
Berlin – Humor ist in Zeiten von Pandemie-Panik und Heimquarantäne ebenso wichtig wie das Gruppengefühl. Während auf physische Kontakte weitgehend verzichtet wird, stecken die Menschen in den Sozialen
COVID-19: Die Hashtags der Krise
5. März 2020
Berlin – DAK-Gesundheit und Suchtforscher haben sich erneut gegen eine geplante Zulassung von Online-Casinospielen ausgesprochen. Dies erhöhe die Suchtgefahr für Spieler deutlich und habe hohe
DAK-Gesundheit und Suchtforscher gegen Zulassung von Online-Glücksspielen
18. Februar 2020
Hamburg – Deutsche Nutzer sozialer Medien befassen sich derzeit besonders mit den drei Themen Gesundheit, Familie und Erfolg. Das geht aus dem neuen Werteindex 2020 hervor, den die Beratungs- und
In sozialen Medien wird viel über Gesundheit diskutiert
10. Februar 2020
Erfurt – Die von den Bundesländern geplante Reform des deutschen Glücksspielmarkts stößt bei Suchtexperten weiter auf scharfe Kritik. „Die beabsichtigte Legalisierung von Online-Glücksspielen ist ein
Weiter Kritik an Legalisierung von Online-Casinos
30. Januar 2020
Berlin – Der Gebrauch digitaler Medien ist aus dem Leben, auch von Kindern und Jugendlichen, nicht mehr wegzudenken. Sie bieten durch den Zugang zu Informationen und die Möglichkeit des breiten
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER