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Politik

1,8 Millionen Kinder von Armut bedroht

Montag, 8. Januar 2018

/dpa

Berlin – Die Linke im Bundestag hat Union und SPD aufgefordert, im Fall einer neuen großen Koalition entschieden gegen Kinderarmut in Deutschland vorzugehen. Die Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann wies darauf hin, dass die Zahl der armutsgefährdeten Kinder im Land in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen sei.

Sind 2006 noch rund 1,5 Millionen Kinder unter 16 Jahren betroffen gewesen, waren es zehn Jahre später 1,8 Millionen. Den höchsten Wert gab es in dieser Zeitspanne im Jahr 2010 mit rund zwei Millionen. Das zeigen Daten des Europäischen Statistikamts Eurostat über Betroffene mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens.

Zimmermann nannte es beschämend für eines der reichsten Länder der Erde, dass so viele Kinder von finanziellen Problemen betroffen seien. „Statt unbeschwert aufwach­sen zu können, lernen sie Entbehrungen kennen“, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende in Berlin.

Eine neue Bundesregierung müsse ein Konzept gegen Kinderarmut vorlegen. Soziale Leistungen müssten Armut verhindern und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen. Angesetzt werden solle vor allem mit verstärktem Kampf gegen Niedriglöhne, so Zimmermann. Denn genau betrachtet gehe es bei Kinder­armut um die Armut der Eltern. © dpa/aerzteblatt.de

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gstrupp80@gmail.com
am Dienstag, 9. Januar 2018, 10:38

Kinderarmut

Die Definition von Kinderarmut ist leider absolut willkürlich von der Bertelsmannstiftung "definiert".

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