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Politik

Krankenkassen geben mehr Geld für ambulante Hospizdienste aus

Dienstag, 9. Januar 2018

/dpa

Berlin – Die Krankenkassen haben 2017 rund 76 Millionen Euro für die Förderung ambulanter Hospizdienste ausgegeben. Das waren vier Millionen Euro mehr als im Vorjahr, wie der Verband der Ersatzkassen (vdek) heute in Berlin mitteilte. Damit habe sich die Fördersumme seit dem Jahr 2010 mehr als verdoppelt, damals lagen die Zuwendungen bei 33 Millionen Euro.

Auch die Zahl der bezuschussten Hospizdienste stieg 2017 erneut: Bundesweit 915 Anbieter wurden den Angaben zufolge unterstützt, 200 mehr als 2010 (2016: 893). Mit den Geldern fördern die Krankenkassen die häusliche Begleitung sterbenskranker Menschen, unter anderem durch Zuschüsse zu den Personalkosten, zu Fahrt- und anderen Sachkosten der Dienste sowie zur Qualifizierung von ehrenamtlichen Mitarbeitern.

Die vdek-Vorstandvorsitzende Ulrike Elsner würdigte insbesondere den Einsatz der ehrenamtlichen Mitarbeiter. Bei den geförderten Diensten stünden aktuell fast 40.000 Ehrenamtliche Betroffenen am Lebensende zur Seite. Die Freiwilligen hätten 2016 mehr als 53.000 Patienten begleitet.

Seit dem vergangenen Jahr unterstützen die Krankenkassen auch die Arbeit von Kinder­hospizen. Derzeit 21 Einrichtungen mit 211 Plätzen erhalten laut vdek seitdem Vergütungen für zusätzliches Personal sowie eine kind- und familiengerechte Aus­stattung. Die Vergütung beträgt derzeit durchschnittlich 481 Euro pro Tag und Patient, das sind 231 Euro mehr als der gesetzliche Mindesttagessatz. Dies ermögliche beispiels­weise, dass die Eltern der betroffenen Kinder in den Einrichtungen mit unter­gebracht werden könnten.

Grundlage für die Mehrausgaben war der Willle des Gesetzgebers. Das Hospiz- und Palliativgesetz war Ende 2015 in Kraft getreten. Die zusätzlichen Fördermittel erhalten die Dienste seit 2016. © kna/aerzteblatt.de

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