NewsÄrzteschaftOnlineprogramm schult Patienten beim Umgang mit dem Gesundheitssystem
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Onlineprogramm schult Patienten beim Umgang mit dem Gesundheitssystem

Dienstag, 9. Januar 2018

/DragonImages, stock.adobe.com

Brüssel/Berlin – Ein von der European Lung Foundation entwickeltes Onlineprogramm für Patienten empfehlen das Deutschen Zentrum für Lungenforschung (DZL) und die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP). Die beiden Einrichtungen haben auch dafür gesorgt, dass das Programm in deutscher Sprache verfügbar ist. 

Ziel des kostenfreien Fortbildungskurses ist, Patienten, Angehörigen und Pflegenden Fähigkeiten und Hintergrundwissen zu vermitteln, die sie benötigen, um sich selbst und andere kompetent im Umgang mit medizinischem Fachpersonal, politischen Entscheidungsträgern, Forschern und Medien zu vertreten.

In mehrere Module unterteilt

Der Fortbildungskurs umfasst acht Module, die der Nutzer selbstständig online durch­arbeiten kann: Nach einer Einführung in das Programm folgt der Abschnitt „Besser informiert sein“, der eine Anleitung dazu bietet, wie Patienten seriöse Informationen über ihre Erkrankung finden und nutzen können. Im Modul „Beein­flussung politischer Entscheidungen“ erfährt der Nutzer unter anderem, wie er sich an politischen Entschei­dungsprozessen – beispielsweise zu Therapien – auf lokaler, nationaler oder euro­päischer Ebene beteiligen kann.

Wie man als Patient Einfluss auf Forschung, Leitlinien und Verfahrensweisen in der Krankenversorgung nehmen kann, vermitteln die Module „Die Forschung und Entwick­lung unterstützen“ sowie „Behandlung und Betreuung verbessern“. Das Modul „Zusam­menarbeit mit den Medien“ gibt Tipps, wie man sich mit seinem Anliegen Gehör verschaffen oder selbst eine Social-Media-Kampagne starten kann, um in der Öffent­lichkeit auf die eigene Erkrankung aufmerksam zu machen. Weitere Informationen vermitteln die Module „Verbesserung der öffentlichen Aufklärung“, „Teilnahme an medizinischen Kongressen“ und „Internationale Gesundheitsprojekte“.

„Es ist wichtig, dass Patienten selbstbestimmt handeln und sich aktiv für ihre Anliegen einbringen“, sagte Klaus Rabe, amtierender DGP-Präsident und DZL-Vorstandsmitglied. Je mehr Menschen sich beispielsweise in Patientenorganisationen oder Selbsthilfe­gruppen zusammenfänden und für etwas einsetzten, desto wahrscheinlicher sei es, dass politische Entscheidungsträger aufmerksam würden.

Das Zentrum und die Fachgesellschaft weisen darauf hin, dass der Kurs für Patienten mit jeglichen Erkrankungen geeignet ist. © hil/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

21. Juni 2018
Düsseldorf – Eine Fortentwicklung der Patientenrechte und der transparenten Patienteninformation, der Barrierefreiheit im Gesundheitswesen sowie der Patientensicherheit fordert die
Patientenorientierung weiterentwickeln
20. Juni 2018
Mainz – Kostenpflichtige Online-Patientenverfügungen versprechen eine schnelle, professionelle Erstellung individuell passender Unterlagen. Dabei reichen die Preise von zehn bis 140 Euro und die
Online-Patientenverfügung: Teurer ist nicht immer besser
12. Juni 2018
Berlin – Die Unabhängige Patientenberatung hat 2017 deutlich mehr Menschen rund um Fragen zum Gesundheitswesen beraten als im Vorjahr. Laut dem Bericht „Monitor Patientenberatung 2017“ haben 154.931
Immer mehr Menschen ratlos über das Gesundheitswesen
12. Juni 2018
Köln – Bürger können noch bis Ende Juli Fragen für die neue Auswahlrunde des sogenannten ThemenCheck Medizin beim Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) einreichen.
Bürger können jetzt Themen für neue HTA-Berichte einreichen
6. Juni 2018
Silver Spring/Maryland – Nachdem in den USA mindestens 2 Menschen nach dem Konsum von hochkonzentrierten Koffeinprodukten gestorben sind, hat die US-Arzneimittelbehörde FDA 2 Internethändler
FDA warnt vor hochdosiertem Koffein im Internethandel
17. Mai 2018
Berlin – Mehr als 7,5 Millionen Menschen in Deutschland sind funktionale Analphabeten. Sie können Texte nicht oder nur schwer lesen. Dies hat laut AOK-Bundesverband und Stiftung Lesen auch erhebliche
Gesundheitskompetenz bei Analphabeten soll verbessert werden
9. Mai 2018
Erfurt – Der 121. Deutsche Ärztetag in Erfurt hat sich heute dagegen ausgesprochen, die von ärztlichen und psychologischen Psychotherapeuten vorgenommene psychotherapeutische Versorgung psychisch

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

NEWSLETTER