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Wissenschaftler untersuchen Tumorzellen in Schwerelosigkeit

Mittwoch, 10. Januar 2018

Internationale Raumstation ISS
Internationale Raumstation ISS /dpa

Magdeburg – Neue Erkenntnisse in der Krebsforschung erhoffen sich Magdeburger Wissenschaftler von Experimenten mit Schilddrüsentumorzellen in der Schwere­losigkeit. Die Forscher haben dafür eine kleine Experimentkammer auf die Internatio­nalen Raumstation ISS bringen lassen. 

Hintergrund ist, dass bestimmte Rezeptoren der Zelle, wachstumsregulierende Proteine sowie Signalmechanismen im Weltraum anders wirken als auf der Erde, was sich auf das Wachstum von Krebszellen auswirkt. Ein Teil der Zellen wächst wie unter normalen Laborbedingungen zweidimensional, als sogenannter Zellrasen. Andere wachsen dreidimensional als Sphäroide, das sind kugelförmige Klumpen aus mehreren Zellen.

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Ziel sind neue Therapien

„Um neue Behandlungsmöglichkeiten für Tumorerkrankungen zu finden, bedarf es detaillierter Untersuchungen der Tumorzellen“, erläuterte Daniela Grimm, Leiterin des Forschungsprojektes und Gastprofessorin für Gravitationsbiologie und Translationale Regenerative Medizin an der Universität Magdeburg.

Das CellBox-Experiment ‚Thyroid Cancer’, das die Magdeburger Wissenschaftler auf die ISS geschickt haben, untersucht Schilddrüsentumorzellen in der Mikrogravitation der Raumstation, die Zellen in dreidimensionalen Sphäroiden oder in einlagigen zwei­dimensionalen Schichten wachsen lässt. „Dieser einzigartige Versuchsansatz wird genutzt, um nach neuen Biomarkern zu suchen, mit denen neue Medikamente zur Behandlung von Schilddrüsenkrebs entwickelt werden können“, so Grimm.

Das Forschungsprojekt wird in Zusammenarbeit mit Forschern der Universität Aarhus, Dänemark, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), der Firma Airbus, Defence & Space, Friedrichshafen, und dem Max-Planck-Institut für Biochemie, Martinsried, durchgeführt. © hil/aerzteblatt.de

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