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Arme Bayern sterben früher, Münchner leben am längsten

Mittwoch, 10. Januar 2018

/pixarno, stock.adobe.com

München – Die Münchner haben im Schnitt die höchste Lebenserwartung in Bayern. Bei neugeborenen Frauen liegt sie in der Landeshauptstadt bei 84,4 Jahren, neugeborene Männer kommen auf 80,6 Jahre. Das zeigte eine aktuelle Untersuchung des Soziologen Christian Janßen von der Hochschule München im Auftrag der SPD-Landtagsfraktion. Die Plätze zwei und drei bei den Frauen belegen Ingolstadt (83,6 Jahre) und Augsburg (83,5 Jahre). Bei den Männern folgen das bayerische Oberland und Ingolstadt (je 79,3 Jahre).

Schlusslichter sind bei den Frauen Oberfranken-Ost und Oberpfalz-Nord mit je 81,8 Jahren. Bei den Männern sind dies Oberfranken-Ost (76,6 Jahre) und Oberpfalz-Nord (77,1 Jahre). Die Lebenserwartung in Bayern liegt im Durchschnitt bei 83,5 Jahren bei den Frauen und 78,9 Jahren bei den Männern.

Die Studie stellt zudem die Lebenserwartung in einen direkten Kontext mit dem Durchschnittseinkommen in den jeweiligen Regionen. Hier ist München ebenfalls mit 2.163,40 Euro pro Einwohner Spitzenreiter, gefolgt vom bayerischen Oberland mit 2.087,60 Euro sowie der schwäbischen Grenzregion Donau-Iller mit 1.951 Euro. Schlusslichter sind die niederbayerische Region Donau-Wald (1.683,30 Euro), die nördliche Oberpfalz (1.703,50 Euro) und die unterfränkische Region Main-Rhön (1.741,60 Euro).

Für den Verfasser ist damit belegt, dass die Lebenserwartung mit dem Einkommen steigt. Generell sei zudem festzustellen, dass das schon lange bestehende Nord-Süd-Gefälle in den vergangenen zehn Jahren weiter zugenommen habe. Für die SPD steht fest, dass es in Bayern dringend ein Präventionsgesetz geben muss, um sozialen Ungleichheiten in der Gesund­heits­förder­ung besser gerecht zu werden. © dpa/aerzteblatt.de

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