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Vermischtes

Wieviel Vitamine und Mineralstoffe Nahrungsergänzungs­mittel höchstens haben sollten

Mittwoch, 10. Januar 2018

/dpa

Berlin – Rund 25 bis 30 Prozent der Erwachsenen in Deutschland verwenden regel­mäßig Nahrungsergänzungsmittel (NEM). Diese Zahl berichtet das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Es hat jetzt seine im Jahr 2004 vorgeschlagenen Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe in den NEM geprüft und anhand neuer wissenschaft­licher Erkenntnisse überarbeitet.

„Die Besonderheit der Risikobewertung von lebensnotwendigen Nährstoffen wie Vitaminen und Mineralstoffen liegt darin, dass sowohl die Risiken einer Mangel- als auch einer Überversorgung berücksichtigt werden müssen“, erläuterte der BfR-Präsident Andreas Hensel. Produkte, die diesen Empfehlungen folgten und entspre­chend den Herstelleranweisungen eingenommen würden, bergen laut dem Institut nach dem derzeitigen Stand des Wissens für Menschen ab 15 Jahren kein gesund­heitliches Risiko.

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Drei Parameter

Die Wissenschaftler des Instituts haben die Höchstmengen unter Berücksichtigung von drei Parametern abgeleitet: den von der Europäischen Behörde für Lebensmittel­sicherheit abgeleiteten tolerierbaren höchsten Tagesaufnahmemengen, den Zufuhr­mengen von Vitaminen und Mineralstoffen durch die übliche Ernährung sowie den jeweiligen Zufuhrreferenzwerten, also den empfohlenen Mengen für die tägliche Aufnahme.

Aus der Differenz der tolerierbaren höchsten Tagesaufnahmemengen und der Nähr­stoff­zufuhr aus der üblichen Ernährung leitete das BfR die sichere Aufnahmemenge für die NEM ab. Dabei haben die Wissenschaftler die Altersgruppe der 15- bis 17-Jährigen als Bezugsgruppe für die Höchstmengenableitung gewählt. Außerdem haben sie mittels eines Faktors einer möglichen Mehrfachexposition durch die Einnahme unter­schiedlicher Nahrungsergänzungsmittel Rechnung getragen.

„In Deutschland werden durch die herkömmliche Ernährung bis auf wenige Ausnahmen ausreichende Mengen an Mikronährstoffen aufgenommen“, berichtet das BfR. Aus ernährungsphysiologischer Sicht seien NEM daher im Allgemeinen nicht notwendig.

Dies gelte umso mehr, als Nahrungsergänzungsmittel eher von Menschen mit gesün­derem Lebensstil und ausgewogener Ernährung verwendet würden. Die vom BfR vorgeschlagenen Höchstmengen dienen laut dem Institut deshalb vor allem dazu, den großen Teil der gut versorgten Bevölkerung vor einer übermäßigen Nährstoffaufnahme zu schützen. © hil/aerzteblatt.de

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