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Ausland

Polnisches Parlament berät erneut über Verschärfung von Abtreibungsrecht

Donnerstag, 11. Januar 2018

/dpa

Warschau – Mehr als ein Jahr nach einem gescheiterten Vorstoß hat sich das polnische Parlament erneut mit einer Verschärfung des Abtreibungsrechts befasst. Die Abgeord­neten berieten in Warschau über einen Gesetzentwurf, der Abtreibungen auch bei missgebildeten Föten verbietet. Kritiker argumentieren, damit würden Schwanger­schafts­abbrüche in dem katholischen Land faktisch nahezu vollständig verboten. Demnach werden 96 Prozent aller legalen Abtreibungen in Polen wegen eines missgebildeten Fötus vorgenommen.

Das polnische Parlament hatte im Oktober 2016 einen Gesetzentwurf für ein praktisch vollständiges Verbot von Abtreibungen nach landesweiten Protesten abgelehnt. Der Text hatte vorgesehen, dass Schwangerschaftsabbrüche nur noch erlaubt sein sollen, wenn das Leben der Schwangeren unmittelbar bedroht ist.

Restriktive Regelungen

Dagegen gingen landesweit Zehntausende Frauen auf die Straße. Das von der rechtskonservativen Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) des früheren Regierungschefs Jaroslaw Kaczynski beherrschte Parlament machte daraufhin einen Rückzieher.

Das polnische Abtreibungsrecht ist so restriktiv wie fast nirgendwo sonst in Europa. Erlaubt ist eine Abtreibung nur bei einer Gefahr für das Leben oder die Gesundheit der Schwangeren, bei Hinweisen auf eine schwere unheilbare Erkrankung des Fötus oder bei Vergewaltigung oder Inzest. Polens mächtige katholische Kirche unterstützt ein vollständiges Abtreibungsverbot.

Gestern wurde im Parlament auch über einen zweiten Gesetzentwurf debattiert, der eine Liberalisierung des Abtreibungsrechts vorsieht. Diesem werden aber keinerlei Chancen eingeräumt. Vor dem Parlament demonstrierten Abtreibungs­gegner wie auch Befürworter einer Liberalisierung der Regelungen. © afp/aerzteblatt.de

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doc.nemo
am Montag, 15. Januar 2018, 09:16

PS zu Bots

Sorry, es war Staphylococcus Rex...
doc.nemo
am Montag, 15. Januar 2018, 09:02

Bots?

Nachdem practicus bereits den Verdacht auf einen Forenbot aus der Impfgegnerszene geäußert hat, könnte man fast an einen weiteren glauben, den die Reichsbürger freigesetzt haben. Und ich bin mir nicht sicher, ob sich hier nicht auch noch einer aus der Esoterikecke tummelt.
jpink
am Samstag, 13. Januar 2018, 10:16

Ach, der Schwätzler wieder...

...natürlich ist es ein Mord. Ein sich autonom im Schutz des Mutterbauches entwickelnder Mensch wird vorsätzlich durch approbierte Metzger herausgerissen. Es bedarf keiner großen Gabe zur Mustererkennung, um was es sich da handelt, was in den Brechschalen landet.

Für Erheiterung ist aber auch gesorgt. "Personen" haben mit Schwangerschaften nichts am Jägerhut. Denn Personen sind lediglich die juristischen Fiktionen von Menschen. Letztere wiederum können eine Schwangerschaft vollbringen. Das Verständnis über diesen Rechtszusammenhang ist quasi eine neue Geburt ins mündige Leben! Der Schwätzler ist da offensichtlich abgetrieben worden. Selbst DEUTSCH-Reichsbürger der BRD nach dem Neuen Staatsrecht von 1934*), also eine internationale Lachnummer, und sich hier dann noch über die Rechtsgrundlagen anderer Völker auslassen. Satirisch gesagt, zeigt ein solcher Pfosten, daß er ziemlich im Regen steht, wenn es auch nicht Hirn ist, das vom Himmel regnet.


______
*)Recherchiere völkerrechtliche Fiktion "Deutsche Staatsangehörigkeit" als den Kern der nationalsozialistischen Putsch-Gleichschaltung von 1934 und vergleiche die juristisch nicht erfolgte und durch die BRD bisland verhinderte "Entnazifizierung" nach den gültigen Besatzungsvorschriften (siehe Artikel 139GG, vgl. Art. 120/133/146GG).
dr.med.thomas.g.schaetzler
am Samstag, 13. Januar 2018, 09:48

Kommentar nachts um 2 Uhr 59 Minuten???

Um diese Zeit sind manche Zeitgenossen, aus welchen äußeren und inneren Ursachen auch immer, nicht mehr im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte.

Nochmal zum Mitschreiben für uneinsichtige "Vollpfosten": Eine normale Schwangerschaft endet mit der Geburt eines Kindes und muss deshalb auch nicht semantisch irreführend mittendrin "abgebrochen" werden.

Eine konflikthaft erlebte, ungewollte Schwangerschaft wird von fast allen Gesetzgebungsverfahren dieser Welt grundsätzlich anders beurteilt. Deshalb wird in vielen Staaten dieser Erde der Schwangerschaftsabbruch legalisiert, weil er die juristisch verbindlichen Kriterien eines Mordes gar nicht erfüllen kann.

Dass zur Konflikthaftigkeit und Ungewolltheit einer Schwangerschaft immer mindestens 2 Personen gehören, sollte auch nächtlich konfabulierenden, beziehungsgestörten Einfaltspinseln klar sein.

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
10 Jahre ärztlicher Mitarbeiter im Essener AWO-Beratungszentrum 'Lore Agnes Haus' für Familienplanung, Schwangerschaftskonflikte und Fragen der Sexualität.
Hampel.Robert
am Samstag, 13. Januar 2018, 02:59

"Abtreibung" trifft es besser als "Schwangerschaftsabbruch"

Als ich auf natürlichem Wege geboren wurde, brach meine Mutter auf natürliche Weise ihre 4. Schwangerschaft mit der Geburt ihres 4. Kindes ab. Danke, liebe Mama, für diesen für mich und Dich so zukunftsfrohen und kinderfreundlichen "Abbruch" Deiner Schwangerschaft mit mir! Mögen doch alle Schwangerschaftsabbrüche dem Überleben des Kindes mitsamt dem seiner Mutter höchste Priorität einräumen. Sonst sollten wir sie lieber Morde nennen, um wieder ein bißchen klarer zu denken. Das ist ja schließlich auch das Problematische und Verurteilungswürdge daran. Oder werden Morddelikte nach der Geburt nun auch schon euphemistisch als "Beziehungsabbrüche", evtl. fortschrittlich mit vorheriger Beratungspflicht, abgehakt?

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