NewsVermischtesGesundheitsindustrie schafft Arbeitsplätze im Norden
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Gesundheitsindustrie schafft Arbeitsplätze im Norden

Freitag, 12. Januar 2018

Hamburg – Die industrielle Gesundheitswirtschaft in Hamburg und Schleswig-Holstein ist in den vergangenen Jahren stärker geworden und schneller gewachsen als die Gesamtwirtschaft. Zwischen 2014 und 2016 sei die Zahl der Beschäftigten in dem Sektor um durchschnittlich 3,5 Prozent pro Jahr gestiegen, teilte das Netzwerk Life Science Nord heute in Hamburg mit. Das habe eine Studie des Instituts WifOR ergeben.

Das bedeute einen Zuwachs von 3.300 Arbeitsplätzen. Allein im Bereich Forschung und Entwicklung seien mehr als 1.000 zusätzliche Arbeitsplätze entstanden. Die Gesund­heitsindustrie im Norden beschäftige 49.900 Mitarbeiter, das entspreche 1,9 Prozent aller Beschäftigten.

Dazu kommen Sekundäreffekte durch die Arbeitsplätze bei Zulieferern und die Konsum­ausgaben der Beschäftigten, sodass alles in allem rund 76.300 Arbeitsplätze an der Gesundheitsindustrie hängen würden. Die Branche umfasst zum Beispiel die Hersteller von Medizintechnik und Pharmaprodukten und Biotechnologie sowie den Großhandel, nicht aber Gesundheitsdienstleistungen, wie sie zum Beispiel in Krankenhäusern und Arztpraxen erbracht werden.

Anzeige

Die starke Stellung der Branche in Norddeutschland wird deutlich, wenn die Wert­schöpfung je Einwohner betrachtet wird. Hier liegen Hamburg und Schleswig-Holstein gemeinsam betrachtet mit 865 Euro auf Platz vier hinter den Bundesländern Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz.

Insgesamt schuf die Branche 2016 einen Wert von 4,3 Milliarden Euro im Norden, das sind 0,3 Milliarden Euro mehr als zwei Jahre zuvor. Dazu kommen weitere 1,7 Milliar­den Euro abgeleitete Wertschöpfung.

Der Hamburger Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) und der Kieler Wirtschafts­minister Bernd Buchholz (FDP) betonten bei der Vorstellung der Studie die enge Zusammenarbeit und die Verflechtung der Branche zwischen ihren beiden Bundes­ländern. Die neue Landesregierung in Schleswig-Holstein habe die Gesundheits­wirtschaft zu einem Schwerpunkt ihrer Arbeit erklärt, sagte Buchholz. „Die Menschen werden immer älter und deshalb verfügt die Gesundheitsbranche über natürliche Wachstumspotenziale.“

Zudem werde die Branche durch die Digitalisierung vor völlig neue Herausforderungen gestellt. Das sah auch Peter Vullinghs so, der Chef von Philips in Deutschland, Öster­reich und der Schweiz. „60 Prozent unserer Forschungsinvestitionen gehen mittlerweile in Software und Digitalisierung“, sagte er. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

16. Januar 2019
Hannover – Die Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft stellt die Branche vor große Herausforderungen, vor allem im Bereich der Daten- und der IT-Sicherheit. Um innovationsfähig zu bleiben, müssen
Digitalisierung erfordert Investition in digitale Aus- und Weiterbildung
9. Januar 2019
München – Auf die besondere Bedeutung der Gesundheitswirtschaft hat der Zukunftsrat der Bayerischen Wirtschaft hingewiesen. „Die Gesundheitswirtschaft ist eine echte Querschnittsbranche. Sie
Wirtschaftsrat fordert bessere Rahmenbedingungen für die Gesundheitswirtschaft
8. November 2018
Düsseldorf/Berlin – Die Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft birgt nicht nur Chancen für die Versorgung, sondern hat auch großes Potenzial bei Umsätzen und Arbeitsplätzen. Das prognostizieren die
Digital Health kommt in Deutschland laut Industriestudie nur schleppend voran
26. Oktober 2018
Düsseldorf – Die Delegiertenversammlung des Hartmannbund-Landesverbandes Nordrhein lehnt die zunehmende Ausbildung konzernartiger Strukturen in der medizinischen Versorgung ab. Sie schränke die freie
Hartmannbund warnt vor konzernartigen Strukturen im ambulanten Sektor
25. Juli 2018
Hannover – Die Digitalisierung in der deutschen Gesundheitswirtschaft geht nur langsam voran. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung, für die die Personalberatung Rochus Mummert rund 360
Fehlendes Wissen und Finanzierungslücken bremsen Digitalisierung in Gesundheitswirtschaft aus
12. Juli 2018
Stuttgart – Das baden-württembergische Wirtschaftsministerium sieht in der Gesundheitswirtschaft eine wachsende Bedeutung. Sie biete als mögliche Leitbranche des 21. Jahrhunderts enorme Chancen für
Baden-Württemberg will sich verstärkt um Gesundheitsbranche kümmern
12. Juli 2018
Paris – Die auch in Deutschland tätige Arzttermin-Plattform Doctolib hat in Frankreich ihren größten Konkurrenten MonDocteur übernommen. Damit deckt der Serviceanbieter im Nachbarland künftig zehn
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

Anzeige
NEWSLETTER