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Hirnliga fordert nach Pfizer-Aus mehr öffentliche Mittel für Alzheimerforschung

Freitag, 12. Januar 2018

Berlin – Der Pharmakonzern Pfizer hat angekündigt, die Forschung und Entwicklung neuer Medikamente im Bereich der neurodegenerativen Erkrankungen, wie zum Beispiel der Alzheimererkrankung, einzustellen. Das eingesparte Geld wolle der Konzern künftig dort ausgeben, wo die Aussichten und die Erfahrung am größten seien, berichteten mehrere Medien einstimmig.

Die Hirnliga, die Vereinigung der deutschen Alzheimerforscher, mahnt heute neue Finanzierungswege an. Nach dem Ausscheiden von Pfizer sei „immer fraglicher“, ob Forschung alleine mithilfe der pharmazeutischen Industrie möglich sei, erklärte Isabella Heuser, Vorsitzende der Hirnliga. „Jetzt wird deutlich mehr öffentlich finanzierte Forschung gebraucht“, forderte sie. Nur so könnten weiterhin neue, bislang nicht ausreichend untersuchte therapeutische Möglichkeiten erforscht werden.

Die pharmakologische Forschung ziele mit zurzeit laufenden großen weltweiten Studien auf diese ganz frühen Manifestationen der neurodegenerativen Erkrankungen ab, die ersten Ergebnisse würden aber frühestens 2019 erwartet, sagte Heuser.

Sie nannte die Ankündigung von Pfizer zudem „höchst enttäuschend“. Damit verlasse eine der größten forschenden Pharmafirmen einen besonders wichtigen Bereich der Hirnforschung und versetze der Arzneimittelforschung nach einer ursachenbezogenen medikamentösen Behandlung der Alzheimer-Demenz einen schweren Schlag. © may/aerzteblatt.de

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