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Hochschulen

Bio- und Datenbank soll Neurodermitis­forschung voranbringen

Montag, 15. Januar 2018

/Astrid Gast, stock.adobe.com

Bonn – Eine neuartige Bio- und Datenbank zur Neurodermitis wird ein Forschungs­konsortium namens „CK-CARE“ unter Koordination der Hautklinik des Universitäts­klinikums Bonn (UKB) aufbauen. „Die Komplexität des Krankheitsbildes Neurodermitis und dessen Folgen verlangt eine konzeptionell neue Vorgehensweise in der Grund­lagenforschung“, sagte Thomas Bieber, Direktor der Hautklinik des UKB.

Die Wissenschaftler wollen Proben von mehreren Tausend Patienten aus Deutschland und der Schweiz vom Kinder- bis zum Erwachsenenalter, die an Neurodermitis und begleitenden Allergien leiden oder gelitten haben, sammeln, lagern und wissen­schaftlich untersuchen. Ein Ziel ist, neuartige Biomarker auf der Grundlage der epidemio­logischen, klinischen und biologischen Auswertung der Daten zu entdecken, die im Rahmen dieses Langzeitprojektes gewonnen werden.

Ziel: Neue Therapien

Letztlich geht es darum, die Patienten in ähnliche Gruppen einzuteilen, um für diese jeweils zukunftsweisende Präventionen und Therapien entwickeln zu können. „Diese Studie wird den ersten Schritt für den Einzug der personalisierten Medizin im Bereich der Neurodermitis beziehungsweise der assoziierten Allergien darstellen“, so Bieber. 

Das CK-CARE-Forschungskonsortium besteht aus den dermatologischen Kliniken in Bonn, dem Institut für Umweltmedizin in Augsburg, der Dermatologischen Klinik der Universität in Zürich, der Kinderklinik im Krankenhaus St. Gallen, der Hochgebirgsklinik in Davos und dem Schweizerischen Institut für Allergie und Asthmaforschung in Davos. Die Kühne-Stiftung fördert das Forschungsvorhaben in den nächsten drei Jahren mit rund zehn Millionen Euro.

Neurodermitis ist in Industrieländern eine verbreitete Krankheit. Schubweise treten rote, schuppende, teils auch nässende Ekzeme auf der Haut und ein starker Juckreiz auf. Hinzu kommen häufig auch Asthma, Lebensmittelallergien und Heuschnupfen. Wie lange es dauert, bis die Symptome der Neurodermitis bestenfalls abklingen, ist individuell sehr unterschiedlich. © hil/aerzteblatt.de

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