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Vermischtes

Dorf für Demenzkranke soll in Hessen entstehen

Mittwoch, 17. Januar 2018

Hohenroda – Im osthessischen Hohenroda laufen die Planungen für Hessens erstes Dorf für Demenzkranke. Im Ortsteil Mansbach soll eine Wohnanlage speziell für Menschen mit diesem Krankheitsbild entstehen, wie Bürgermeister Andre Stenda heute sagte.

Geplant sind 50 bis 60 Wohneinheiten auf dem 11.000 Quadratmeter großen Gelände eines früheren Tierparks, der aufgelöst wurde. Bei der Suche nach einer Möglichkeit zur Nachnutzung entstand die Idee eines Dorf für Demenzkranke. Die Bewohner leben in Hausgemeinschaften in einer nach außen abgeschlossenen Siedlung. In Deutschland gebe es bislang nur wenige solcher Einrichtungen, sagte Stenda. Die erste wurde 2014 in Tönebön bei Hameln (Niedersachsen) eröffnet.

Hohenroda rechnet mit Baukosten von rund vier Millionen Euro. Die Fertigstellung wird für das Jahr 2020 anvisiert. „Wir sprechen bereits mit Investoren und potenziellen Betreibern. Die Resonanz ist positiv“, sagte Bürgermeister Stenda. Er sieht großen Bedarf für die Betreuung von Demenzkranken.

„Das Krankheitsbild rückt immer mehr in den Fokus. Aber das Konzept für solch eine Einrichtung muss stimmen. Deshalb machen wir eine Analyse zur Wirtschaftlichkeit“, sagte Stenda, der auch die Hochschule Fulda als wissenschaftlichen Partner und Ratgeber gewinnen will.

Demenz zählt zu den häufigsten Erkrankungen im Alter. Heilungsmöglichkeiten für den Verlust der geistigen Leistungsfähigkeit gibt es bisher nicht. Die Ursachen sind nicht hinreichend erforscht. Rund 1,6 Millionen Menschen sind in Deutschland nach Angaben der Deutschen Alzheimer-Gesellschaft an Demenz erkrankt. © dpa/aerzteblatt.de

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Salzer
am Mittwoch, 17. Januar 2018, 22:05

Vielfalt statt Ausgrenzung

Je konsequenter Inklusion erfolgt, umso überflüssiger werden derartige Flächendenkmäler.

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