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Medizin

Krieg in der Ukraine fördert Ausbreitung von resistenten HI-Viren

Donnerstag, 18. Januar 2018

/psdesign1, stockadobecom

Oxford – Der Krieg im Osten des Landes und die damit verbundenen gesellschaftlichen Veränderungen haben die Ausbreitung resistenter HI-Viren in der Ukraine gefördert. Dies zeigen genetische Analysen der Viren in einer Studie in den Proceedings of the National Academy of Sciences (2018; doi: 10.1073/pnas.1701447115).

Die Ukraine wurde bereits vor dem Beginn der Feindseligkeiten in den Oblasten Donezk und Luhansk von einer der größten HIV-Epidemien in Europa erfasst. Die ersten Erkrankungen traten gleich nach dem Fall des eisernen Vorhangs auf. Heute sind 220.000 von 45 Millionen Einwohnern mit HIV infiziert – die höchste Prävalenz in Europa.

Am Anfang war die Epidemie im Wesentlichen auf Konsumenten von intravenösen Drogen begrenzt. Inzwischen fallen 70 bis 80 Prozent der Neuinfektionen auf hetero­sexuelle Menschen, die keine Drogen injizieren. HIV ist in der Ukraine eine „stille Epidemie“, weil etwa die Hälfte der HIV-infizierten Menschen ihren Infektionsstatus nicht kennen und etwa 40 Prozent sich zum Zeitpunkt der Diagnose bereits in einem späteren Stadien der Krankheit befinden.

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Tetyana Vasylyeva von der Universität Oxford und Mitarbeiter haben den Verlauf der Epidemie in den letzten Jahren durch genetische Analysen der Viren rekonstruiert. Dazu analysierten sie die Sequenzen des Pol-Gens. Es enthält die Information für die HIV-Polymerase. Dieses Enzym überträgt die virale RNA in DNA, die dann ins Erbgut der Zellen integriert wird. Die Blutproben stammten von 427 Patienten, die an 24 regionalen Aids-Zentren des Landes betreut werden. Die Forscher führten aufgrund eines Genvergleichs die „phylogeographische“ Analyse durch. Dadurch konnten sie die „Wanderungsbewegungen“ der HI-Viren im Land zurückverfolgen.

Seitdem die Regierung die Kontrolle über den Osten des Landes verloren hat, sind die Städte Donezk und Luhansk zu den Hauptexporteuren der Viren geworden. Vasylyeva bringt dies mit der Flucht vieler Menschen aus der Region in Verbindung. Darunter müssen sich auch HIV-Infizierte befunden haben, die nicht (nur) zur umschriebenen Gruppe der intravenösen Drogenkonsumenten gehörten und die Viren vor allem über heterosexuelle Kontakte weitertrugen.

Weitere Analysen ergaben, dass viele Menschen mit Viren infiziert sind, die gegen die zur Präexpositionsprophylaxe (PreP) verwendeten Wirkstoffe resistent sind. Im Jahr 2015 lag der Anteil bei 34 Prozent und war damit weitaus höher als in anderen europäischen Ländern. Die PreP, die in den letzten Jahren zu einer wichtigen Strategie zur Eindämmung der HIV-Epidemie geworden ist, könnte deshalb in der Ukraine ihr Ziel verfehlen, befürchtet Vasylyeva, die aber von einer vorläufigen Einschätzung spricht, die durch weitere Analysen bestätigt werden müsste. © rme/aerzteblatt.de

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Maddy0466
am Montag, 12. Februar 2018, 20:24

HIV und Aids gibt es wirklich

Aids gibt es wirklich!!

Man kann es , dementieren, man kann es leugnen, aber wenn man sich infiziert hat, Ignorieren kann man es dann, spätestens, wenn die Krankheit Aids ausgebrochen ist, nicht mehr. Und es kann auf der einen oder anderen Art jeden erwischen. Denn eines sollte sich jeder Bewusst sein, egal was man tut, egal wie man es tut, egal wo man es tut und egal mit wem es tut, 100 prozentige Sicherheit gibt es nirgendwo auf dieser Welt.
Tom Hofmann
am Freitag, 19. Januar 2018, 02:41

Auch hier im Forum... überall diese Putinversteher.

Ah ... ertappt simplicissimus500 ist Putinversteher und damit gegen unsere westliche Freiheit eingestellt.
Gibts eigentlich Aids wirklich? Kennt wer einen der echt diese seltsamen Viren hat?
simplicissimus500
am Freitag, 19. Januar 2018, 00:47

Putin war's

Und was lernen wir daraus? Putin ist schuld an der Ausbreitung. Wie immer. Was soll man da noch sagen? Gut dass unsere Nato bereitsteht, die Baltikstaaten und Polen vor Putin und dem Virus zu schützen. Eigentlich schade, dass wir die Ausbreitung der HIV-Viren noch nicht als Angriff werten können. Aber: Kommt Zeit, kommt Rat. Da werden die Strategen doch sicherlich schon dran arbeiten, denke ich.

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