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Hochschule widerspricht Fachgesellschaft: Neues EMS-Training effektiv und sinnvoll

Freitag, 19. Januar 2018

Saarbrücken – Nach einer Warnung der Deutschen Gesellschaft für klinische Neuro­physiologie und funktionellen Bildgebung (DGKN) vor dem neuen Sporttrend „EMS-Training“ (Elektromuskelstimulation) hat sich jetzt die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement gemeldet und der Fachgesellschaft widersprochen. „EMS-Training ist bei korrekter Anwendung sicher, effektiv und gesundheitsfördernd“, teilte die Hochschule mit. Die staatlich anerkannte private Hochschule bildet die EMS-Trainer in einem Studiengang selbst aus.

Beim EMS-Training werden die Muskeln während des normalen Trainings zusätzlich mit elektrischem Strom stimuliert. Der Sportler trägt dazu einen speziellen Anzug, der den Strom in die Muskeln leitet. Der Trainer gibt Anweisungen und reguliert die Stromintensität für die einzelnen Körperregionen über ein Kontrollpanel. Die gezielte Stromzufuhr führt zu stärkeren Muskelkontraktionen, die auch tiefere Muskelfasern erreichen und somit zum schnelleren Aufbau der Muskulatur. Durch die intensive Anspannung ist ein kurzes Workout ausreichend.

Unsachgemäße Ganzkörper-EMS-Applikation kann schädlich sein

„Die Aussage der DGKN, dass die Trainingseffekte des EMS-Trainings nicht nachge­wiesen sind, kann nicht bestätigt werden“, heißt es jetzt in einer Stellungnahme der Hochschule. Die Effekte eines Ganzkörper-EMS-Trainings seien nachgewiesen.

Allerdings sei die Befürchtung der Fachgesellschaft richtig, dass eine unsachgemäße Ganzkörper-EMS-Applikation schädlich sein könne. „Aus diesem Grund haben in der EMS-Forschung tätige Experten Handlungsleitlinien zur sicheren und effektiven Ganzkörper-Elektrostimulation entwickelt. Diese Handlungsempfehlungen werden sowohl von marktführenden EMS-Geräteherstellern als auch von marktführenden EMS-Anbietern in ihren Trainingskonzepten umgesetzt“, hieß es aus der Hochschule.

Neurophysiologen warnen vor neuem Sporttrend „EMS-Training“

Darmstadt – Hocheffzientes Fitnesstraining mit einem minimalen Aufwand von nur 20 Minuten pro Woche versprechen viele Sportstudios mit dem neuen Trend Elektromyostimulation (EMS). Die Deutsche Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und funktionelle Bildgebung (DGKN) rät aber von dem Training im Breitensport ab: Die Methode sollte nur unter Anleitung ausgebildeter Sportmediziner (...)

Der DGKN sei zuzustimmen, dass zur sicheren EMS-Anwendung geschulte Trainer einge­setzt werden müssten, die auch Kenntnisse über die Nebenwirkungen einer unsach­gemäßen Ganzkörper-EMS-Applikation haben. „Die pauschale Aussage, dass das Personal in Fitnessstudios mit EMS-Angebot oftmals nicht ausreichend geschult sei, ist reine Spekulation und kann nicht anhand objektiver Daten belegt werden“, so die Hochschule. 

Die Hochschule meint, das Ganzkörper-EMS-Training sei „im Gegensatz zu den Darstel­lun­gen der DGKN sehr wohl eine geeignete Trainingsform für den Breitensport. Es gibt Breitensportler, denen die Zeit oder schlichtweg die Motivation für ein regelmäßiges Krafttraining fehlt. Für diese Zielklientel stellt Ganzkörper-EMS eine sinnvolle Alternative dar“, teilte die Hochschule mit. © hil/aerzteblatt.de

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