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Ärzteschaft

Ärzte wollen digitalen Austausch

Freitag, 19. Januar 2018

Noch kommunizieren Praxen und Krankenhäuser meistens per Brief. /thodonal, stock.adobe.com

Hamburg – Die Mehrheit der Ärzte wünscht sich, dass Praxen und Kliniken digital kommunizieren. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Stiftung Gesundheit, die sowohl niedergelassene Ärzte als auch leitende Klinikärzte zur transsektoralen Zusammenarbeit befragt hat.

Demnach gaben 36,4 Prozent der niedergelassenen Ärzte an, am liebsten per E-Mail in sicherer Umgebung zu kommunizieren. 21,5 Prozent bevorzugen ein IT-System, das sich idealerweise ins Arztinformationssystem integrieren lässt. Auch bei den Klinikärzten stehen diese beiden Kommunikationswege ganz oben auf der Wunschliste: 40,4 Prozent wünschen sich ein IT-System, 38,5 Prozent würden gern E-Mails in sicherer Umgebung nutzen.

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„Dass Ärzte und Kliniken immer noch primär analog kommunizieren, muss man klar als Anachronismus bezeichnen – gerade in einem hochtechnisierten Sektor wie dem Gesundheitswesen, in dem eine schnelle und möglichst reibungsfreie Interaktion wichtig ist“, sagte Konrad Obermann, Forschungsleiter der Stiftung Gesundheit. Der Stiftung Gesundheit zufolge kommunizieren Praxen und Kliniken nach wie vor vorwiegend per Brief.

Fast 60 Prozent der niedergelassenen Ärzte und sogar über 80 Prozent der Klinikärzte nutzen laut Untersuchung immer noch diesen Weg. Wenn sie die Wahl hätten, würden sich aber nur 18,7 Prozent der Ärzte und nur 11,5 Prozent der Klinikärzte dafür entscheiden.

„Es ist bedauerlich, dass es bislang nicht gelungen ist, die Vorgaben des Bundesgesundheitsministeriums hinsichtlich einer umfassenden eHealth-Plattform umzusetzen, zumal dies ja eindeutig dem Wunsch der Ärzte selbst entspricht“, erklärte Obermann. Viele Nachbarländer in Europa zeigten bereits in der Praxis, wie verbesserte Kommunikations- und Informationsstrukturen aussehen können. © hil/sb/aerzteblatt.de

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