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Politik

Patientenverbände wollen Runden Tisch zur Organspende

Dienstag, 23. Januar 2018

Bockenem – Die Bundesarbeitsgemeinschaft Transplantation und Organspende fordert Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Hermann Gröhe (CDU) auf, möglichst bald zu einem Runden Tisch Organspende einzuladen.

Dort solle er zusammen mit den Patienten­verbänden die Probleme bei der Organ­spende analysieren und „geeignete Schritte zur Verbesserung einleiten“, erklärte Burkhard Tapp von der Bundesarbeitsgemeinschaft gestern im niedersächsischen Bockenem. Die Patienten auf den Wartelisten hätten keine Zeit, auf eine neue Regierung zu warten.

Die weiter stark sinkenden Zahlen zur Organspende und Organtransplantation in Deutschland sorgten bei den Betroffenen und den Patientenverbänden nicht nur für Entsetzen, so Tapp. Konkret hätten sie zudem unter anderem längere Wartezeiten zur Folge, verbunden mit einer „deutlich höheren Wahrscheinlichkeit, die Wartezeit nicht zu überleben“. Der Negativtrend in der Organspende habe dramatische Ausmaße erreicht, sodass rasch „gravierende Änderungen“ erfolgen müssten. © kna/aerzteblatt.de

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Bretscher
am Dienstag, 23. Januar 2018, 23:06

?

Wahrscheinlich ist zur "Organspende" schon alles irgendwann gesagt worden. Trotzdem ist die Diskussion nicht beendet. "Warum nur", argumentieren die Befürworter, "Organspende ist doch eine zutiefst humane Einstellung". Und dennoch scheint das nicht zu fruchten. Die Kliniken werden jetzt bezichtigt, zum Organmangel wesentlich beizutragen. Ein ziemlicher Irrtum. Wesentlichere Günde? 1-Die "Spender" werden als Spender behandelt, die spezialsierte Medizin als hochdotierter und mit viel Geld geförderter medizin. Wirtschaftsbereich. Das begeistert keinen. 2-Organtransplantation als ein weltweites egoistisches Problem wird einfach nicht wahrgenommen. 3-Organhandel als weltweites kriminelles Problem wird einfach ausgeklammert. 4-Ideen für eine nationale oder internationale Spender/Empfängervereinigung oder Stiftung oder Institutionalisierung werden nicht diskutiert. Die Basis dazu: Menschen mit prinzipiellem Organempfängerwunsch sollen auch Spender sein mit Regelungen für besondere Altersgruppen. "Organspende" ist keine Spende im klassischen Sinn, der Mensch selbst soll sich zerlegen lassen. Die Transplantationsmedizin geht damit über das allgemein akzeptierte Behandlungsziel eines Arztes hinaus, nämlich den Einbau von Teilen eines anderen Menschen. Es kann nicht o.k. sein, bei fehlender schriftlicher Ablehnung eine Organentnahme als rechtmäig (wie in einigen Staaten) zu akzeptieren. In einem Spender-Empfänger-Verein wäre das allerdings kein Problem.

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