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Ärzteschaft

Ärzte warnen: Deutschland darf nicht „Masern-Exporteur“ werden

Dienstag, 23. Januar 2018

/dpa

Köln – Nach der Masernansteckung einer 17-Jährigen aus Guatemala bei einem Schüleraustausch in Deutschland drängen Mediziner die nächste Bundesregierung auf Einführung der Impfpflicht. „Weil in Deutschland immer noch nicht ausreichend geimpft wird, sind die lebensgefährlichen Masern in Guatemala zurück, wo sie eigentlich schon ausgerottet waren“, sagte der Präsident des Bundesverbands der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, hetue.

Deutschland dürfe nicht zum Exporteur von Masern werden. Dass die Krankheit jetzt sogar in ein Land eingeschleppt worden sei, das trotz seiner Armut dank kluger Gesundheitspolitik dieses Ziel seit zwei Jahrzehnten erreicht habe, sei „tragisch und beschämend“. Daher müsse die Impfpflicht Teil des Koalitionsvertrags der „Groko“ werden, forderte Fischbach.

Von Ausrottung weit entfernt

Allein für 2017 habe das Robert-Koch-Institut fast 1.000 Masernfälle registriert, fast dreimal soviel wie im Jahr zuvor, hieß es. Von dem Ziel, die Masern bis 2020 auszu­rotten, sei Deutschland weit entfernt.

Dagegen hätten andere europäische Länder wie Frankreich und Italien inzwischen eine Impfpflicht, da nach Erfahrungen der Vergangenheit mit Appellen an die Freiwilligkeit und mit Aufklärung allein nicht weiterzukommen sei. Oft würden wichtige Impfungen „verbummelt“ oder auch aus ideologischen Gründen abgelehnt. Die in Deutschland geltende Meldepflicht durch die Kitas könne dies nur bedingt ändern, so die Jugendärzte.

Die ungeimpften Kinder seien nicht nur selbst den lebensbedrohlichen Masern ausgesetzt, sondern gefährdeten zum Beispiel Säuglinge und Kleinkinder sowie Jugendliche und Erwachsene ohne Impfschutz. Daher sei eine Impfpflicht vor Aufnahme in Gemeinschaftseinrichtungen unerlässlich, die bei Unterlassen mit einer Geldstrafe verbunden sein solle, so die Mediziner. © kna/aerzteblatt.de

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Staphylococcus rex
am Donnerstag, 25. Januar 2018, 00:28

Unter falscher Flagge?

Es ist schon eine interessante Entwicklung, wenn sich Abtreibungsgegner zu Impfgegnern profilieren. Wenn sich die entsprechende Person in einem Forum als Kollege an die Ärzteschaft wendet, ist doch die Frage berechtigt, ob hier alles mit rechten Dingen zugeht:

1. Die Beiträge von Hampel.Robert drehten sich bisher nur um Abtreibung, es gibt keinen Hinweis auf Beiträge zu medizinischen Themen im engeren Sinne.
2. Die meisten seiner Beiträge wurden tagsüber während der regulären Arbeitszeit verfasst.
3. Eine Internetrecherche fördert folgendes zutage:
http://www.prackenbach.de/news/1/316741/nachrichten/316741.html
Dort gibt es einen Robert Hampel, der sich für pro femina ev engagiert.
https://www.profemina.org
Diese Organisation ist aktiv bei der Beratung von schwangeren Frauen (ohne Beratungsschein) und aktiv beim Sammeln von Spendengeldern. Beim Sammeln von Spenden hat es profemina sogar geschafft, die Bistümer Augsburg und Speyer gegen sich aufzubringen: http://www.freiewelt.net/blog/1000plus-die-stellungnahme-von-profemina-10028385/
Personell eng verflochten ist profemina mit Die Birke ev.
https://www.diebirke.org
Dieser Verein wird in Foren kontrovers diskutiert:
http://schwangerschaft.gofeminin.de/forum/profemina-fd498413
„Der Vorsitzende dieses "Vereins" ist Herr Kristijan Aufiero, ebenfalls Vorsitzender des Birke e.V., ein christlich- fundamentalistisch orientierter Verein, welcher sich nach eigenen Aussagen dem Schutz von Embryonen und Föten verschrieben hat. Um dieses Ziel erreichen zu können, bieten sie nach ihren Aussagen "Individualberatung" zu Alternativen an...dazu gehört unter anderem auch das Angebot die Schwangere finanziell zu unterstützen. Mit dem Birke e.V. sorgte Herr Aufiero bereits 2008 auf dem "Christival" (einem religiös und missionarisch eingestelltem Festival für Junge Christen) für Furore, indem er ein Seminar mit dem Titel "Sex ist Gottes Idee- Abtreibung auch?" hielt. Hierbei äußerte er sich darüber, dass "eine Frau eine Vergewaltigung besser verkraften würde, als die Abtreibung eines Kindes, das während der Vergewaltigung gezeugt wurde." Ebenfalls bezeichnete er die Beratungsbescheinigung, welche frau nach einer Schwangerschaftskonfliktberatung in einer staatlich anerkannten Beratungsstelle erhält, als "staatlich legitimierte Tötungslizenz".“

Natürlich darf man bei einer Internetrecherche nicht allen Quellen bedingungslos trauen, meine Zweifel an der Selbstdarstellung von Hampel.Robert als ärztlicher Kollege konnten jedenfalls nicht ausgeräumt werden.
Hampel.Robert
am Mittwoch, 24. Januar 2018, 14:11

Impfpflicht- der Geist des Napoleon Bonaparte

Sorry, lieber Kollege Fischbach, aber da bin ich leider nicht d'accord mit Ihnen, die Impfpflicht einzuführen für Masern. Gerne nenne ich Ihnen hierfür ein paar Gründe:
-bekanntlich sind Impflücken eher bei Angehörigen wohlhabenderer und gebildeterer Schichten zu finden, siehe Südbayern und vielleicht ist ja auch Guatemala ein guter Vergleich zu Deutschland - die Sichbesserstehenden, Gebildeteren lassen nicht einfach so kommentarlos alles mit sich machen und sich pieksen, sich indoktrinieren, Angst einjagen oder als Absatzobjekt einer Geschäftsidee verwenden
-hohes Fieber wie bei Masern kann einen präventiven Effekt gegen Krebs- und andere chronische Erkrankungen haben, deren Inzidenz und Todeszahlen um viele Größenordnungen bei uns höher sind als die bei Masern. Bei einem leichten präventiven Schutzeffekt schon würden die durch Masern vor dem Krebstod Geretteten die Zahl der Masernopfer in den Schatten stellen.
-Kurz- und Langzeitfolgen der Impfungen können für das Individuum nicht sicher vorausgesagt werden; Freiwilligkeit ließe gute Vergleiche zwischen Lebensläufen Geimpfter und Ungeimpfter zu - wenn sich herausstellt, dass die Impfverweigerer alle "Losertypen" und die Geimpften die "Winnertypen" sind, werden sich in Zukunft vermutlich alle gerne impfen lassen ... stellen Sie doch die Behandlungsoption Impfen wie jede andere normale Therapie- oder Präventionsoption in den Wettbewerb der freiwilligen Behandlungsalternativen - das Gute wird sich durchsetzen, überzeugender allemal ohne Zwang
- Napoleon hat die Pockenimpfpflicht für seine Soldaten eingeführt und darf als Protagonist der (Pocken-) Impfpflicht gelten, die Gott-sei-Dank um 1980 herum bei uns wieder abgeschafft wurde. Der ganze autoritäre, napoleonische Charakter der hoheitlich angeordneten Körperverletzung "Spritzimpfung" haftet dem ganzen Thema noch immer an - bitte hören Sie auf, mit dieser Keule zu drohen!
-Die Masernimpfung ist hierzulande nur in Kombination mit der Rötelnimpfung zu haben, die auf eine Abtreibung zurückgeht (Wistar RA 27/3 steht für: Firma Wistar, Rubeola, Abortion (Nr.) 27, 3. Gewebekultur: also auf die 3. Gewebekultur der 27. Abtreibung von an Röteln erkrankten Schwangeren geht unser Impfstoff zurück - Abtreibung aber ist nach Hippokrates standeswidrig und außerdem ein Mord an einem unschuldigen Menschen - Sie glauben doch nicht, dass es gut ist, Gesundheit auf Verbrechen gründen zu wollen.
-Todesursachen, die Abertausenden pro Jahr das Leben kosten, müssen energischer angegangen werden als solche, die "nur" Einzelnen das Leben kosten. Denken Sie an die hunderttausend jedes Jahr ganz offiziell von Ärzten umgebrachten noch nicht geborenen Kinder. Wie sähe es mit einer Pflicht für alle aus, seinen unschuldigen Nächsten einfach am Leben zu lassen?
-Impfung ist Gewalt und viele Kinder schreien danach. Welche Auswirkung hat es auf die Psyche und die Vertrauensfähigkeit dieser Kinder, wenn ihnen in der Nähe ihrer Eltern und durch ihren Arzt aus heiterem Himmel heraus wiederholt ein Schmerz zugefügt wird, wie ihn die Spritze nun mal häufig verursacht?
-dieses ganze Impfthema verbreitet eine Atmosphäre der Angst: Angst, krank zu werden, Angst, Schaden durch die Impfung zu bekommen, Angst, Druck zu bekommen, wenn ich nicht impfen lasse, Angst, als Arzt belangt zu werden, wenn ich nicht impfe, Angst,...

Nehmen Sie's mir nicht übel, liebe Kollegen!

Mit freundllichem, kollegialem Gruß

Robert Hampel

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