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Politik

Zahl der Beleghebammen weiter gesunken

Donnerstag, 25. Januar 2018

/zlikovec, stockadobecom

Düsseldorf – Die Zahl der Beleghebammen, die Frauen von Beginn der Schwanger­schaft bis zur Geburt begleiten, ist in den vergangenen Jahren gesunken. Wie die Rheinische Post unter Berufung auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes berichtet, arbeiteten im Jahr 2016 noch 1.776 solcher Hebammen in Deutschland. 2012 waren es den Angaben zufolge 1.996. Für das Jahr 2017 liegen noch keine Zahlen vor.

Beleghebammen sind bei werdenden Müttern beliebt, weil sie die Frauen während der gesamten Schwangerschaft – und oft auch nach der Geburt – begleiten. Allerdings arbeitet auch ein Teil der 1.776 Beleghebammen im Klinik-Schichtdienst, sodass die eigentliche Zahl von persönlich betreuenden Geburtshelferinnen noch geringer ausfällt. Der Verein „Mother Hood“, der sich für eine bessere Versorgung in der Geburtshilfe einsetzt, bezeichnete die jüngste Entwicklung laut dem Zeitungsbericht als „katastrophal“.

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Seit Jahren bereiten den freiberuflichen Hebammen, die in der Geburtshilfe tätig sind, die steigenden Haftpflichtprämien massive Probleme. Viele haben deshalb nach Angaben des Deutschen Hebammenverbandes (DHV) der Geburtshilfe bereits den Rücken gekehrt und betreuen Mütter nur noch vor und nach der Geburt. Dem Verband zufolge sind noch rund 2.600 Hebammen freiberuflich in der Geburtshilfe tätig. Sie begleiten gut ein Fünftel aller Geburten in Kliniken, Geburtshäusern und zu Hause. © kna/aerzteblatt.de

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