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Ausland

EU-Katastrophenübung simuliert Rettung von Erdbebenopfern

Montag, 29. Januar 2018

Ein Verletztendarsteller liegt an Bord eines Flugzeuges. /dpa

Tinglev/Rendsburg Kiel – Bei einer EU-Katastrophenschutzübung haben Hilfskräfte aus zwölf Nationen am Wochenende den Rettungseinsatz nach einem fiktiven Erdbeben „in einem Land X“ geprobt.

„Wir sind mit den organisatorischen Abläufen und den praktischen Einsätzen sehr zufrieden“, zog Markus Taglieber von den Johannitern in Rendsburg-Hohn (Schleswig-Holstein) Bilanz. Möglichst schnell wolle die EU ihren Bürgern an jedem Katastrophenort mit eigenen Helfern beistehen und sie ausfliegen. Dies sei auch eine Lehre aus der Tsunami-Katastrophe 2004 in Asien. Die Abläufe müssten eingeübt werden.

Das Szenario ging von einem Erdbeben in einem Land außerhalb der EU aus. Spielort war das dänische Tinglev: Dort gibt es ein Übungsgelände, fast ein kleiner Ort, mit intakten Gebäuden, aber auch zerstörten Häusern und Trümmern.

„Es lief alles sehr realitätsnah ab“, sagte Taglieber. Spürhunde fanden zunächst die „Opfer“. Mit schwerem Gerät wurden sie aus den Trümmern geborgen und medizinisch versorgt. Manche steckten in hohlen Betonteilen und wurden freigeflext oder -gemeißelt, auch Presslufthämmer kamen zum Einsatz.

Italienische Hilfskräfte errichteten ein Lazarettzelt und simulierten Röntgen­untersuchungen und Notoperationen. Aus Lautsprechern tönte das Knattern von Hubschraubermotoren, dazu kamen Bergungsgeräusche.

Knapp 200 Helfer und mehr als 100 Verletztendarsteller waren an der Übung beteiligt – auch Trainer sowie ehrenamtliche Helfer der Johanniter aus Kiel und Hamburg. Teams des EU-Katastrophenschutzes kamen aus Finnland, Rumänien, den Niederlanden, Polen und Frankreich. © dpa/aerzteblatt.de

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