Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Schadstoffstudie: Ethikrat sorgt sich um Imageschaden für Forschung

Dienstag, 30. Januar 2018

Hannover – Angesichts umstrittener Dieselabgastests an Menschen und Affen sorgt sich der Vorsitzende des Deutschen Ethikrates um den Imageschaden für die seriöse Forschungsarbeit. „Dass die Forschung durch die Autoindustrie gesponsert worden ist, kann auch das Vertrauen in die Forschung untergraben“, sagte der Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, Peter Dabrock, heute dem Sender hr-info.

Die Autoindustrie hatte über die von BMW, Daimler und VW betriebene Europäische Forschungsvereinigung für Umwelt und Gesundheit im Transportsektor (EUGT) die Studie der Universität Aachen für Menschentests finanziell gefördert.

Ethikkommission genehmigte Stickstoffdioxid­tests an Menschen

Wolfsburg/Berlin – Angebliche Schadstoffversuche mit Menschen haben nach Angaben des zuständigen Institutsleiters Thomas Kraus von der Universität Aachen keinerlei Verbindung mit dem Abgasskandal von Volkswagen und der Automobilbranche. Die Studie von 2013 – lange vor dem VW-Dieselskandal – habe sich mit dem Stickstoffdioxidgrenzwert am Arbeitsplatz befasst, erklärte Kraus heute. 

Die Aufregung um die Schadstoffstudie des Aachener Universitätsklinikums hängt laut Dabrock damit zusammen, „dass die Forschung ausgerechnet von jemandem gesponsert worden ist, der größter Profiteur dieser Forschung sein kann – das hat ein Geschmäckle.“ 

Daher führe die Studie zu der Frage, wie die Forschungsförderung in Deutschland generell geregelt werden sollte. „Die Autoindustrie macht ein ums andere Mal Vertrauen kaputt“, kritisierte der Ethik-Professor der Universität Erlangen. © dpa/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

21.02.18
Untersuchung zeigt Folgen von Dieselabgasen vor Urteil zu Fahrverboten auf
Berlin/Leipzig – Vor der Verhandlung über mögliche Diesel-Fahrverbote am Bundesverwaltungsgericht zeigt eine amtliche Untersuchung die Gefahr von Dieselabgasen auf. Rund 6.000 Menschen in Deutschland......
16.02.18
Schneller Anstieg von Stickoxiden kann Herzinfarktrisiko verdoppeln
Jena – Das Risiko für einen Herzinfarkt erhöht sich offenbar nicht nur, wenn Menschen kurz- oder langzeitig hohen Stickoxidkonzentrationen in der Umgebungsluft ausgesetzt sind. Steigt der......
14.02.18
Kommunen: Kostenloser Nahverkehr auf die Schnelle unmöglich
Berlin – Die Überlegungen der Bundesregierung für einen kostenlosen Nahverkehr in von Autoabgasen belasteten Städten stoßen auf viel Skepsis. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund verwies vor allem......
14.02.18
Streit um Fahrverbote am Neckartor
Stuttgart – Der Streit um punktuelle Fahrverbote zur Luftreinhaltung am Stuttgarter Feinstaub-Hotspot Neckartor geht in Mannheim weiter. Nach einer Beschwerde des Landes Baden-Württemberg müsse nun......
13.02.18
Bundesregierung erwägt für Luftverbesserung kostenlosen Nahverkehr
Berlin/Brüssel – Die Bundesregierung will angesichts einer drohenden Klage der EU-Kommission ihre Maßnahmen für saubere Luft in deutschen Städten ausweiten. Der Bund erwägt zusammen mit Ländern und......
12.02.18
EU-Kommission will im März über saubere Luft entscheiden
Brüssel – Die EU-Kommission will in etwa einem Monat über die Klagen wegen zu hoher Luftverschmutzung gegen Deutschland und acht weitere Staaten befinden. Aus sämtlichen Ländern seien nun zusätzliche......
09.02.18
Luftverschmutzung in Bangkok erreicht neuen Höchststand
Bangkok – Die Luftverschmutzung in Bangkok hat einen neuen Höchststand erreicht. Bereits seit mehreren Wochen leiden die Bewohner der thailändischen Hauptstadt unter Smog – jetzt wurde nach dem......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige