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Politik

Opfer der „Euthanasie“-Morde nicht vergessen

Donnerstag, 1. Februar 2018

Berlin – Abgeordnete des Deutschen Bundestages haben gestern gemeinsam mit Betroffenen und Verbänden der Opfer der „Euthanasie’-Morde an der Gedenkstätte in Berlin gedacht.

„Vor mehr als 70 Jahren haben die Nationalsozialisten das Grauen der ‚Euthanasie’-Morde in der Berliner Tiergartenstraße organisiert – der Ort, an dem sich heute die Gedenkstätte für die Opfer befindet“, sagte Uwe Schummer, Beauftragter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Menschen mit Behinderung.

Er wies darauf hin, dass mehr als 300.000 Menschen mit Behinderung in der Nazi-Diktatur systematisch gefoltert und getötet wurden. „Die Lehren daraus haben wir gezogen: Eine Unterscheidung zwischen ‚wertem‘ und ‚unwertem‘ Leben darf es niemals wieder geben“, sagte Schummer.

Er betonte, heute lebten rund acht Millionen behinderte und schwerbehinderte Menschen in Deutschland. Sie seien„ Teil unserer Gesellschaft und leben zunehmend selbstbestimmt in unserer Mitte“, so Schummer.

In den vergangenen Tagen hatten das Land Baden-Württemberg und die Ärztekammer Baden-Württemberg speziell den Opfern der Tötungsanstalt Grafeneck gedacht. © may/EB/aerzteblatt.de

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