NewsPolitikOpfer der „Euthanasie“-Morde nicht vergessen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Opfer der „Euthanasie“-Morde nicht vergessen

Donnerstag, 1. Februar 2018

Berlin – Abgeordnete des Deutschen Bundestages haben gestern gemeinsam mit Betroffenen und Verbänden der Opfer der „Euthanasie’-Morde an der Gedenkstätte in Berlin gedacht.

„Vor mehr als 70 Jahren haben die Nationalsozialisten das Grauen der ‚Euthanasie’-Morde in der Berliner Tiergartenstraße organisiert – der Ort, an dem sich heute die Gedenkstätte für die Opfer befindet“, sagte Uwe Schummer, Beauftragter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Menschen mit Behinderung.

Anzeige

Er wies darauf hin, dass mehr als 300.000 Menschen mit Behinderung in der Nazi-Diktatur systematisch gefoltert und getötet wurden. „Die Lehren daraus haben wir gezogen: Eine Unterscheidung zwischen ‚wertem‘ und ‚unwertem‘ Leben darf es niemals wieder geben“, sagte Schummer.

Er betonte, heute lebten rund acht Millionen behinderte und schwerbehinderte Menschen in Deutschland. Sie seien„ Teil unserer Gesellschaft und leben zunehmend selbstbestimmt in unserer Mitte“, so Schummer.

In den vergangenen Tagen hatten das Land Baden-Württemberg und die Ärztekammer Baden-Württemberg speziell den Opfern der Tötungsanstalt Grafeneck gedacht. © may/EB/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

22. Oktober 2018
Berlin – Zum Gedenken an jüdische Ärzte, die während der Zeit des Nationalsozialismus unter Repressionen gelitten haben, wollen Bundes­ärzte­kammer (BÄK) und Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV)
Gedenktafel zur Erinnerung an jüdische Ärzte
5. Oktober 2018
Berlin – Das Zentrum für Antisemitismusforschung (ZfA) der TU Berlin hat ein Pilotprojekt gestartet, um die Geschichte der Kassenärztlichen Vereinigung Deutschlands (KVD) im Nationalsozialismus zu
Forschungsprojekt nimmt Rolle der Ärzteschaft im NS-Regime unter die Lupe
14. August 2018
Berlin – Mindestens 200.000 psychisch kranke und behinderte Menschen wurden während der Zeit des Nationalsozialismus im Rahmen des sogenannten Euthanasieprogramms ermordet. Viele weitere wurden
Erinnerung an Euthanasie und Zwangssterilisation von Menschen mit Behinderungen
5. Juni 2018
Hannover – Niedersachsen hat in der Nachkriegszeit mehreren an Nazigräueln beteiligten Ärzten eine Karriere in der landeseigenen Psychiatrie ermöglicht. Dies ist das Ergebnis einer 2016 in Auftrag
Niedersachsen ermöglichte NS-Psychiatern nach 1945 weitere Karriere
17. Mai 2018
Berlin – Die Charité - Universitätsmedizin Berlin hat gestern den „Erinnerungsweg Remember“ auf dem Campus Mitte vorgestellt und eröffnet. Mit dem Kunstprojekt knüpft sie an ihre bereits bestehende
Kunstprojekt „Erinnerungsweg“ an authentischen Orten
23. April 2018
Palo Alto/Wien – Der österreichische Mediziner Hans Asperger, der 1944 das Krankheitsbild eines „autistischen Psychopathen“ beschrieb, das seit den 1980er-Jahren zunächst im angelsächsischen Raum nach
Historiker sehen Nähe von Hans Asperger zu Euthanasie-Programm der NS-Zeit
9. Februar 2018
Berlin – Einen Gedenkstein zur Erinnerung an das Schicksal jüdischer Ärzte während des Nationalsozialismus haben die Vertreter chirurgischer Fachgesellschaften am Haus der Chirurgie in Berlin
LNS
NEWSLETTER