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Medizin

Rheumatologie: Trotz moderner Medikamente gleiche Anzahl an künstlichen Kniegelenken

Montag, 5. Februar 2018

Knieprothese /dpa
Der Anteil der Rheumatiker unter den Patienten mit Kniegelenksersatz ist seit 2002 nahezu gleich geblieben – trotz Fortschritten in der medikamentösen Therapie. /dpa

New York –  Immer mehr Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) nehmen DMARDs (disease-modifying antirheumatic drugs) ein. Der medizinische Fortschritt hat aber in den USA nicht dazu geführt, dass weniger künstliche Kniegelenke eingesetzt werden mussten. Das ergibt eine Datenanalyse des Nationwide Inpatient Sample aus den Jahren 2002 bis 2013. In desem Zeitraum erhielten fast 6,5 Millionen Patienten in den USA ein künstliches Kniegelenk; 209.332 dieser Patienten litten unter einer RA. Die Ergebnisse publizierten Matthew A. Harb und seine Kollegen vom SUNY Downstate Medical Center in New York im Journal of Knee Surgery (2018; doi: 10.1055/s-0037-1615822).

DMARDs können das Fortschreiten der Gelenkzerstörung bei einer RA bremsen und so die Lebensqualität verbessern. Aufgrund nachweisbarer Therapieerfolge empfiehlt das American College of Rheumatology einen frühen Einsatz von DMARDs.

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Auf die Häufigkeit von künstlichen Kniegelenken bei Rheumatikern hatte dies jedoch keine Auswirkung. Stattdessen stieg die Anzahl der RA-Patienten, deren Kniegelenk ersetzt wurde zwischen 2002 und 2013 um 93,1 Prozent (11.618 versus 22.430 Operationen). Bezogen auf die US-Bevölkerung ist die Inzidenzrate von 5,4 auf 9,2 Patienten mit Knieprothesen pro 1 Million erwachsener US-Amerikaner gestiegen.

Gleichzeitig ist der Anteil der Rheumatiker unter den Operierten nahezu gleich geblieben: Gemäß ihren Daten waren es 3,3 Prozent der 350.122 Patienten im Jahr 2002 und 3,5 Prozent der 640.695 Patienten im Jahr 2013.

Somit sei die Prävalenz – also die relative Anzahl – an Rheumatikern unter den Patienten mit Kniegelenkprothesen in den vergangenen 10 Jahren fast unverändert geblieben, fassen die Studienautoren zusammen. Gleichzeitig weisen sie darauf hin, dass sowohl die steigende Einwohnerzahl der USA als auch eine wachsende ältere Bevölkerung und die Fortschritte beim Kniegelenksersatz hinsichtlich Heilung und Belastbarkeit den positiven Effekt der DMARDs verschleiern könnten. Dies würde bedeuten, so die Forscher, dass, relativ gesehen, eigentlich weniger Rheumatiker eine solche Operation haben durchführen lassen. © gie/EB/aerzteblatt.de

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