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Politik

Influenzaaktivität weiter angestiegen

Donnerstag, 1. Februar 2018

/dpa

Berlin – Die Influenzaaktivität ist weiter angestiegen. Vor allem Influenza B-Viren sind in dieser Saison häufig. Das hat gestern das Robert-Koch-Institut (RKI) bekanntgegeben und auf den neuen aktuellen AGI-Wochenbericht verwiesen. Demnach sind seit der 40. Kalenderwoche des vergangenen Jahres Influenza B-Viren mit 72 Prozent die am häufigsten identifizierten Influenzaviren, gefolgt von Influenza A(H1N1)pdm09-Viren mit 23 Prozent und Influenza A(H3N2)-Viren mit 6 Prozent.

Das Influenza A(H1N1)pdm09-Virus trat laut RKI erstmals während der Influenza-Pandemie 2009 auf und zirkuliert seitdem auch saisonal in Deutschland, zuletzt deutlich in der Saison 2015/16. „Bei Grippewellen, in denen Influenza A(H1N1)pdm09-Viren dominierten, war bislang zu beobachten, dass es auch bei jüngeren Erwachsenen und Kindern zu sehr schweren Erkrankungen und Todesfällen gekommen ist, insbesondere beim Vorliegen von Grundkrankheiten“, teilte das RKI mit. Insgesamt seien solche schweren Verläufe bei jungen Menschen aber selten.

Das RKI nutzt angesichts der Zahlen wiederholt die Gelegenheit darauf hinzuweisen, dass die Influenzaimpfung der beste Schutz vor einer Influenzaerkrankung ist. „Alle Personen, für die die Ständige Impfkommission die Influenzaimpfung empfiehlt und die in der aktuellen Saison noch nicht geimpft sind, sollten sich noch gegen Grippe impfen lassen“, rät das RKI.

Das Institut gibt aber auch zu bedenken, dass die Impfung nicht bei allen geimpften Personen gleich gut wirkt und es deshalb auch nach einer Grippeschutzimpfung zu einer Influenzaerkrankung kommen kann. „Zu einer Erkrankung kann es auch dann kommen, wenn eine Infektion in den ersten 10 bis 14 Tagen nach der Impfung erfolgte und damit bevor der Impfschutz vollständig ausgebildet werden konnte“, schreibt das RKI.

Die Experten raten bei entsprechenden Symptomen trotz erfolgter Impfung an Influenza zu deneken. Bei bestimmten Patientengruppen mit erhöhtem Risiko für schwere Verläufe (vorliegende Grunderkrankungen, höheres Alter) oder bei schweren Krankheitsverläufen sollte frühzeitig eine antivirale Behandlung in Betracht gezogen werden, heißt es weiter.

© may/aerzteblatt.de

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