Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Merkel-Kritiker und Pflegeauszubildender Jorde enttäuscht von GroKo-Plänen

Freitag, 2. Februar 2018

Alexander Jorde und Kanzlerin Angela Merkel in der ARD-Wahlkampfarena im September 2017 /dpa

Hannover – Der aus einer Wahlkampfsendung mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bekannte Pflegeauszubildende Alexander Jorde hat die Pläne von SPD und Union zu Verbesserungen in der Pflege als unzureichend kritisiert. „Das ist eine minimale Korrektur, aber nicht der Neustart in der Pflege, den Martin Schulz versprochen hat“, sagte Jorde gestern in Hannover.

Der 21-Jährige aus Hildesheim hatte Merkel im September 2017 in der ARD-Wahl­kampfarena zur Rede gestellt und Erfahrungen aus seinem Arbeitsalltag geschildert. In ihren Koalitionsverhandlungen hatten sich SPD und Union darauf verständigt, die Bezahlung in der Alten- und Krankenpflege zu verbessern und in Heimen 8.000 neue Fachkraftstellen zu schaffen. „Das ist ein Tropfen auf den heißen Stein. Bei mehr als 8.000 Heimen in Deutschland bedeutet das nicht mal eine Stelle mehr pro Heim“, sagte Jorde.

Das Vorhaben der Verhandlungspartner, Tarifverträge in der Pflege flächendeckend durchzusetzen, sieht der angehende Krankenpfleger grundsätzlich positiv. „Gerade in der Altenpflege liegt die Bezahlung vielerorts noch unter Tarif.“ Trotzdem gehe auch dieses Vorhaben nicht weit genug. Die Gehälter in der Pflege müssten wesentlich angehoben werden, um die Berufe attraktiver zu machen.

Auch forderte Jorde, nach dem Vorbild Norwegens die Wochenarbeitszeit für Alten- und Krankenpfleger herabzusetzen. Damit werde der hohen psychischen und körperlichen Belastung in Pflegeberufen Rechnung getragen. © dpa/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

22.02.18
Gesundheitspolitiker äußern Kritik an Innovationskraft der privaten Kranken­versicherung
Berlin – Die gesundheitspolitischen Sprecher der sechs Bundestagsfraktionen drängen auf Verbesserungen bei der Alten- und Krankenpflege. Über den Weg dahin sind sie sich erwartungsgemäß nicht einig,......
21.02.18
Anhörung zur Pflege vertagt
Berlin – Union und SPD haben heute im Ausschuss die von Grünen und Linken geforderte zeitnahe Anhörung zu vier Oppositionsanträgen abgelehnt. Die Entscheidung darüber sei nun auf den......
20.02.18
Berlin startet Bundesratsinitiative für verbindliche Personalschlüssel
Berlin – Das Land Berlin startet eine Bundesratsinitiative für bessere Pflege. Ziel ist ein bundesweit verbindlicher Personalschlüssel für Pflegekräfte an Krankenhäusern, wie Gesundheitssenatorin......
12.02.18
Deutsche fordern bessere Bedingungen für Pflegekräfte
Hamburg – Die Bürger in Deutschland fordern bessere Arbeitsbedingungen in Heimen und Krankenhäusern. Das zeigt eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK). 97 Prozent......
08.02.18
Altenpfleger leisten mehr als neuneinhalb Millionen Überstunden
Berlin – Altenpfleger haben im Jahr 2016 mehr als neuneinhalb Millionen Überstunden geleistet. Davon war über ein Drittel unbezahlt, wie aus einer heute bekannt gewordenen Antwort der Bundesregierung......
07.02.18
Koalitionsvertrag: Mehr Terminvermittlung und eine Kommission zu Arzthonoraren
Berlin – Nach mehr als 24 Stunden Verhandlungen haben sich Union und SPD auf einen möglichen künftigen Koalitionsvertrag geeinigt. Auf 177 Seiten haben sich die künftigen Koalitionäre auf ihr......
07.02.18
Krankenhaus: DRG-System soll umgebaut werden
Berlin – Union und SPD planen eine grundlegende Umgestaltung des DRG-Systems. Bislang sind die Personalkosten in die einzelnen DRGs eingerechnet. Wie aus dem Koalitionsvertrag hervorgeht, sollen sie......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige