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Ärzteschaft

Rekordzahl bei Ärzten in Thüringen

Donnerstag, 1. Februar 2018

Jena – Die Zahl der in Thüringer Kliniken, Arztpraxen und Gesundheitsämtern tätigen Ärzte ist auf ein Rekordhoch gestiegen. Ende vergangenen Jahres waren 13.118 Ärzte bei der Lan­des­ärz­te­kam­mer Thüringen gemeldet, 2016 waren es 12.819. Darin sind allerdings auch Ruheständler oder Personen in Elternzeit erfasst. Ärztlich tätig waren in dem Bundesland Ende 2017 9.474 Mediziner. Ein Jahr zuvor waren es noch 9.297.

Die Präsidentin der Kammer, Ellen Lundershausen, warnte davor, die gestiegenen Arztzahlen fehlzuinterpretieren. Die steigenden Zahlen verhinderten nicht, dass es in einzelnen Fachgebieten und Regionen personell eng werde und Patienten einen Mangel fühlten, sagte sie. Die Krankenhäuser benötigten wegen höherer Fallzahlen und einer konsequenten Beachtung des Arbeitszeitgesetzes mehr Ärzte. Diese forderten zu Recht ein angemessenes Verhältnis von Arbeit und Freizeit ein. Außerdem trage die demografische Entwicklung dazu bei, die Zahl der Arzt-Patienten-Kontakte zu intensivieren, so Lundershausen.

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Laut der neuen Arztzahl-Statistik arbeiteten in Thüringen Ende 2017 auch 1.657 Ärzte aus dem Ausland, 927 Männer und 730 Frauen. Ein Jahr zuvor waren es noch 1.471. Den Spitzenplatz nehmen mit 216 Personen Ärzte aus Rumänien ein. Unmittelbar im Anschluss folgen Mediziner aus Syrien (178). Mit 1.364 Personen arbeitet der überwiegende Teil der ausländischen Ärzte im Krankenhaus. 168 sind ambulant tätig.

Angesichts der steigenden Zahl von ausländischen Ärzten unterstützt die Ärztekammer Thüringen die Forderungen der Ärztekammer Niedersachsen und der Bundes­ärztekammer, das bundesdeutsche Staatsexamen für alle Mediziner einzuführen.

„Das Niveau der Ausbildung ist zu unterschiedlich. Deshalb sollte das bisherige Verfahren einheitlich vom Staatsexamen abgelöst werden, um die hohe Qualität des Abschlusses und damit der Versorgung sowie die Patientensicherheit zu gewährleisten“, sagte Lundershausen. Eine vergleichbare Regelung gebe es zum Beispiel in den USA. Momentan werde bei jedem Bewerber geprüft, ob die jeweilige Ausbildung mit dem deutschen Staatsexamen vergleichbar sei. „Das reicht aus unserer Sicht nicht“, so die Kammerpräsidentin. © hil/aerzteblatt.de

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