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Politik

Sachverständigenrat entwickelt Konzept zur Notfallversorgung weiter

Donnerstag, 1. Februar 2018

/dpa

Berlin – Der Sachverständigenrat (SVR) zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen hat sein Konzept zur Reform der Notfallversorgung in Deutschland weiterentwickelt. Es soll im Sommer dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) vorgelegt werden. Das hat Gesundheitsökonom und SVR-Mitglied Jonas Schreyögg gestern bei einer Veranstaltung des GKV-Spitzenverbands in Berlin bekräftigt.

Der Sachverständigenrat präferiere nach wie vor eine auch räumlich integrierte Notfallversorgung in eigens dafür eingerichteten Notfallzentren an ausgewählten Krankenhäusern, sagte Schreyögg. Diese Integrierten Notfallzentren (INZ) sollten gemeinsam vom Krankenhaus und der Kassenärztlichen Vereinigung getragen und über einen separaten Finanztopf für die sektorenübergreifende Notfallversorgung finanziert werden.

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Zentrale Leitstelle ist der Schlüssel

Schlüssel für die Steuerung der Patienten soll nach dem Willen des SVR eine zentrale Leitstelle sein. Separate Telefonnummern für den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst und den Rettungsdienst gäbe es dann nicht mehr. In den Leitstellen soll erfahrenes medizinisches Personal die Patienten an die für ihre Beschwerden richtige Stelle lotsen. „Ziel ist, dass möglichst wenige Patienten die INZ aufsuchen, und wenn sie kommen, dann mit Termin“, sagte Schreyögg. Über die INZ-Standorte sollen dem SVR zufolge die Länder entscheiden.

„Die Notfallversorgung wird eines der großen Themen der neuen Regierung sein“, sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Johann-Magnus von Stackelberg. Er betonte, dass auch die Kassen in der Notfallversorgung das Modell des gemeinsamen Tresens befürworten, an dem die Triage der Patienten vorgenommen wird.

Von Stackelberg kündigte zudem an, dass der Gemeinsame Bundesausschuss die Arbeiten am Notfallstufenkonzept für die Krankenhäuser in Kürze abschießen wird. Es soll erstmals Mindeststandards für die Teilnahme von Krankenhäusern an der Notfallversorgung festlegen. „Krankenhäuser ohne Intensivstation sollten nicht am Notdienst teilnehmen“, betonte von Stackelberg. © HK/aerzteblatt.de

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