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Vermischtes

Medizinhistorisches Museum in Ingolstadt zeigt Schau zu Radiologie in der Nazizeit

Freitag, 2. Februar 2018

Deutsches Medizinhistorisches Museum in Ingolstadt /dpa

Ingolstadt – Das Deutsche Medizinhistorische Museum (DMM) in Ingolstadt präsentiert vom 22. Februar bis 9. September die Ausstellung „Radiologie im Nationalsozialismus“.

Laut Ankündigung zeichnet die Wanderschau der Deutschen Röntgengesellschaft den verbrecherischen Einsatz der Röntgenstrahlung im Dienste nationalsozialistischen Rassenwahns nach und dokumentiert damit verbundene wissenschaftliche Karrieren.

Zudem zeigt sie Biografien verfolgter und ermordeter Radiologen zwischen 1933 und 1945. Die Text- und Bildtafeln der Schau werden durch Objekte aus der Sammlung des DMM und Leihgaben des Deutschen Röntgenmuseums Remscheid ergänzt.

Die Ausstellung basiert auf den Ergebnissen eines Forschungsprojektes. 2010 beauf­tragte die Deutsche Röntgengesellschaft die Medizinhistorikerin Gabriele Moser von der Universität Heidelberg mit der Aufarbeitung der Geschichte der Gesellschaft in den Jahren der NS-Diktatur. Die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) trat dem Projekt im Hinblick auf die gemeinsame Vergangenheit von Röntgengesellschaft und DEGRO 2012 bei.

Für die Präsentation in Ingolstadt hat das Museum ein Modul „Fokus Ingolstadt“ erarbeitet, das das Thema in einen lokalen Bezug setzt. Dabei werden beispielsweise Fragen zum Schicksal jüdischer Ärzte und zur Zwangsasylierung von Tuberkulose­kranken aus der Stadt beantwortet. Auch geht es um das „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“, in dessen Zuge Ingolstädter Bürger gegen ihren Willen unfruchtbar gemacht wurden. © kna/aerzteblatt.de

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