Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Medizin

Beckenringfrakturen aufgrund von Osteoporose nehmen zu

Sonntag, 4. Februar 2018

Röntgenaufnahme Becken /stockdevil, stock.adobe.con
Röntgenaufnahme des Beckens /stockdevil, stock.adobe.con

Marburg/Mainz/Kaiserslautern – Diagnostik und Therapie von Fragilitätsfrakturen des Beckenrings sind bei älteren Menschen mit Osteoporose oft unzureichend. Denn für evidenzbasierte Behandlungskonzepte fehlen derzeit noch kontrollierte randomisierte Studien. Der Leidensweg kann sich daher durch viele Fachabteilungen über einen langen Zeitraum ziehen. Eine cme-Fortbildung im Deutschen Ärzteblatt informiert Ärzte über die richtige Klassifikation und Therapieoptionen (Dtsch Arztebl Int 2018; 115(5):70-80).

Die Inzidenz von Beckenringfrakturen aufgrund von Osteoporose liegt in Deutschland bei 224/100.000 Einwohnern über 60 Jahren pro Jahr, Tendenz steigend.

Beckenringfrakturen bei jungen Menschen unterscheiden sich morpho­logisch deutlich von solchen bei geriatrischen Patienten. Der entschei­dende Unterschied liegt in der guten Knochenqualität in jungen Jahren. Ursachen sind daher eher Verkehrs­unfälle oder andere hochenergetische Traumata. Im Alter sorgen aufgrund der vermin­derten Knochenfestigkeit hingegen zumeist Bagatelltraumata für die Becken­ringfraktur. Andere Ursachen sind Vitamin-D-Mangel, langjährige Cortisoneinnahme, lange Immobilisation, rheumatoide Arthritis oder eine vorherige Bestrahlung des Beckens.

Ob die Therapie konservativ oder operativ erfolgt, hängt vom Frakturtyp ab. Die Klassifikation erfolgt in vier Kategorien nach dem Fragility Fractures of the Pelvis (FFP). Während Typ I und II konservativ behandelt werden können, sind Typ III und IV durch Instabilität gekennzeichnet und sollten in der Regel operiert werden.

© gie/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

9. Mai 2018
Köln – Die aktuellen evidenzbasierten Leitlinien zur Osteoporose decken fast alle Bereiche ab, die für ein künftiges Chronikerprogramm (Disease Mangement Programm, DMP) zur Osteoporose relevant sind.
Chronikerprogramm zur Osteoporose kann sich zumeist auf Leitlinien stützen
2. Mai 2018
Bad Oeynhausen – Materialien der Pflege-Fortbildungsinitiative „Lernen in einer Minute“ stellt das Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW), Bad Oeynhausen, für alle Kliniken bundesweit zur Verfügung.
Herz- und Diabeteszentrum NRW stellt Lerntafeln für Kliniken zur Verfügung
30. April 2018
London – Der RANKL-Inhibitor Denosumab, der die Knochenresorption hemmt und bereits zur Behandlung der Osteoporose zugelassen ist, darf künftig auch bei Patienten eingesetzt werden, bei denen es
Denosumab verhindert Knochenabbau durch Steroide
13. April 2018
Berlin – Ein Musterfortbildungscurriculum für Medizinische Fachangestellte „Studienassistenz in Prüfstellen“ hat die Bundes­ärzte­kammer (BÄK) beschlossen. Hintergrund ist laut BÄK, dass Ärzte wegen der
BÄK beschließt Musterfortbildungscurriculum für MFA zur Studienassistenz in Prüfstellen
27. Februar 2018
Münster/Tübingen – Einen Diabetes Typ 1 müssen Ärzte sämtlicher Fachrichtungen bei Kindern und Jugendlichen erkennen können. Denn im Akutfall droht eine Ketoazidose (21,1 %). Wie die Erstdiagnose
Diabetes Typ 1: Erste Schritte nach der Diagnose muss jeder Arzt einleiten können
16. Januar 2018
Kurzkettige Fettsäuren, die bei ballaststoffreicher Ernährung vermehrt gebildet werden, liefern Energie, regen die Darmbewegung an und wirken entzündungshemmend. /Alex, stock.adobe.com
Arthritis: Ballaststoffe verlangsamen Knochenabbau in Mäusen
12. Januar 2018
Leipzig/München – Nasenbluten ist meist ein Fall für den Hausarzt oder den ärztlichen Notdienst (116117). Sie können in 65 bis 75 Prozent der Fälle die Blutung mit einfachen Maßnahmen stillen. Erst

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige