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Politik

Niedersachsen wünscht gemeinsame Aktion gegen Pflegenotstand

Montag, 5. Februar 2018

Hannover – Niedersachsens Sozialministerin Carola Reimann hat zu einer gemein­samen Aktion gegen den Pflegenotstand aufgerufen. Das Land benötige in jedem Fall Hilfe aus Berlin, sagte sie der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. Um mehr Menschen für den Beruf zu begeistern sei es notwendig, sich mit den Arbeitsbedingungen auseinanderzusetzen, mehr Teilzeitstellen in Vollzeitjobs umzuwandeln und den Widereinstieg in den Beruf zu erleichtern.

Auch in Niedersachsen drohe ein Pflegenotstand, so Reimann. Laut einer Prognose des Sozialministeriums unter Berufung auf den Landespflegebericht 2015 fehlen bis zum Jahr 2030 zwischen 21.000 und 52.000 Altenpfleger. Reimann warnte jedoch gleich­zeitig vor Fatalismus. Es gebe noch viele Stellschrauben, an denen gedreht werden könne.

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Union und SPD haben sich bei den Verhandlungen für eine weitere große Koalition auf Bundesebene unter anderem auf eine Ausbildungsoffensive und Anreize für mehr Vollzeitjobs in der Pflege geeinigt. Eine bessere, gleichmäßigere Bezahlung soll es durch flächendeckende Tarifverträge geben. Zudem sind vereinfachte Möglichkeiten für vorübergehende Aus- und Erholungszeiten für Angehörige geplant.

© dpa/aerzteblatt.de

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