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Deutsche trauen Universitäten bei der Krebsforschung am meisten zu

Dienstag, 6. Februar 2018

Berlin – Bei der Krebsforschung halten die Deutschen die Universitäten für die kompetentesten Einrichtungen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC und Strategy& unter 1.000 Bundesbürgern. 

Danach macht die Diagnose Krebs den Deutschen am meisten Angst: Für etwa zwei Drittel der Bürger stellen Tumorerkrankungen die größte Bedrohung ihrer Gesundheit dar. Deutlich weniger sorgen sich Menschen in Deutschland um Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Schlaganfall oder Herzinfarkt, obwohl diese die häufigsten Todesursachen sind – lediglich ein knappes Drittel fürchtet diese Erkrankungen am meisten. Entsprechend hoch ist der Stellenwert, den die Deutschen der Krebsforschung beimessen: 86 % halten sie für „sehr wichtig“, 11 % für „wichtig“.

Die Bürger sind laut der Umfrage bereit, ihren Beitrag zur Forschung zu leisten: 78 % der Befragten würden ihre Daten für die Krebsforschung an vertrauenswürdige Institutionen weitergeben, 3 % lehnen eine Freigabe ihrer Daten strikt ab.

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„Falls es dem Gesundheitswesen gelingt, große Datenbestände aufzubauen und für die Entwicklung neuer Krebsmedikamente zu nutzen, können Krebspatienten künftig deutlich zielgerichteter behandelt werden. Denn die Therapie- und Heilungschancen steigen enorm, wenn die Therapie individuell an den Patienten angepasst ist“, sagte Michael Burkhart, Leiter des Bereichs Gesundheitswesen & Pharma bei PwC Deutschland.

Er betonte, die Bürger hätten erkannt, welch enormes Potenzial die personalisierte Medizin in der Krebstherapie biete. Daher seien sie bereit, ihre persönlichen Daten zu teilen, sofern der Datenschutz gewährleistet sei. Am ehesten würden sie dabei ihre Daten Universitäten überlassen, das bestätigen 64 % der Studienteilnehmer, gefolgt von niedergelassenen Onkologen (53 %), Krankenhäusern/Kliniken (42 %) und forschenden Pharmaunternehmen (22 %).

Diese Ergebnisse korrelieren auch mit dem Maß an Innovationskraft, das die Bürger den jeweiligen Einrichtungen zutrauen: Den größten Forschungserfolg in der Krebstherapie vermuten sie mit 80 Prozent Zustimmung bei den Universitäten. 

Eine Chance für eine bessere medizinische Versorgung von Krebspatienten sehen die Teilnehmer der Umfrage zudem im Aufbau von spezialisierten Schwerpunktzentren, die etwa drei Viertel von ihnen befürworten. Ihren persönlichen Beitrag zur Unterstützung der Krebsforschung und -medizin wollen die Befragten vor allem durch die Teilnahme an Studien, die Weitergabe von Gesundheitsdaten und Spenden für die Forschung leisten.   © hil/aerzteblatt.de

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