NewsÄrzteschaftPatienten mit Bereitschaftsdienst in Baden-Württemberg sehr zufrieden
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Patienten mit Bereitschaftsdienst in Baden-Württemberg sehr zufrieden

Dienstag, 6. Februar 2018

/dpa

Stuttgart – Die Patienten in Baden-Württemberg haben den Ärzte und den medizi­nischen Fachangestellten in den von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Baden-Württemberg betriebenen Notfallpraxen des Landes sehr gute Bewertungen gegeben. „Durchschnittsbeurteilungen von besser als 1,5 in allen Kategorien sind kaum zu toppen, wir können damit hochzufrieden sein“, sagte Johannes Fechner aus dem Vorstand der KV. Sie hatte Patienten in allen 84 Notdienstpraxen der KV befragt und dabei 5.400 Fragebögen ausgewertet.  

Die Rückmeldungen zeigen laut Fechner, dass die Reform der vergangenen Jahre akzeptiert sei. „Unser Konzept mit zentralen Notfallpraxen an Krankenhäusern geht auf. Wir entlasten die Notambulanzen und schaffen Erleichterungen für unsere Ärzte, was wiederum die Attraktivität einer Niederlassung erhöht“, betonte er. 

Anzeige

Der überwiegende Teil der Notfallpraxen in Baden-Württemberg wird von der KV betrieben. Das bedeutet, dass die Organisation und das Praxispersonal in den Händen der KV liegen. Den Dienst übernehmen niedergelassene Ärzte oder Vertreter.

Patienten erreichen laut der KV von jedem Ort in Baden-Württemberg innerhalb von 20 bis 30 Autominuten eine Notfallpraxis, die sie während der Öffnungszeiten ohne vor­herige Anmeldung direkt aufsuchen können. In den meisten Fällen sind die Bereit­schafts­dienstpraxen direkt an Krankenhäusern angesiedelt. Patienten können frei wählen, welche Notfallpraxis sie in ihrer Umgebung in Anspruch nehmen wollen, wenn sie in dringenden medizinischen Fällen auch außerhalb der regulären Sprechzeiten ambulant behandelt werden.

Seit Anfang 2014 ist in Baden-Württemberg eine neue Notdienstregelung in Kraft. Profitieren sollten von der neuen Struktur zunächst diejenigen, die vorher sehr stark belastet waren: die Ärzte im ländlichen Raum. Dort war die Dienstfrequenz laut der KV oft sehr hoch – 20 Wochenenddienste im Jahr waren keine Seltenheit. Dafür hat die KV unter anderem die Zahl der Notdienstbezirke reduziert, Notfallpraxen an Kranken­häuser angebunden und die Vergütung verbessert. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

16. September 2019
Mainz – Die von Bundesministerium für Gesundheit (BMG) geplante Reform der Notfallversorgung geht in ihrer jetzigen Ausgestaltung an der Versorgungsrealität in Rheinland-Pfalz vorbei und muss
KV Rheinland-Pfalz drängt auf Nachbesserungen bei geplanter Reform der Notfallversorgung
13. September 2019
Berlin – Gegen eine Übertragung des Sicherstellungsauftrags für die sprechstundenfreie Zeit von den Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) auf die Bundesländer hat sich heute in Berlin die
Vertragsärzte wollen auch weiterhin den Notdienst sicherstellen
13. September 2019
Berlin – Gegen Integrierte Notfallzentren (INZ), die von den Krankenhäusern und den Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) als eigenständige wirtschaftliche Einrichtungen gemeinsam betrieben werden,
Hofmeister hält dritten Sektor in der Notfallversorgung für überflüssig
12. September 2019
Berlin – „Gut gemeint, schlecht umgesetzt“ – so lautet das Urteil der Intensiv- und Notfallmediziner über die neue TV-Werbekampagne für die Telefonnummer 116117 des ärztlichen Bereitschaftsdienstes.
Intensivmediziner kritisieren Werbung für ärztlichen Bereitschaftsdienst
9. September 2019
Hannover – Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) stößt mit seinen Plänen für eine Reform von Notfallversorgung und Rettungsdiensten in Deutschland weiter auf großen Widerstand. „Wir lehnen die
Kommunen gegen Reformpläne für Notfallversorgung
6. September 2019
Hannover – Die niedersächsischen Landkreise und die Region Hannover haben sich erneut gegen die von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) geplante Zusammenlegung von Rettungs- und Notdienst
Niedersachsens Landkreise wollen um kommunalen Rettungsdienst kämpfen
5. September 2019
Berlin – Die Entwicklung von Systemen zur computerbasierten Unterstützung ärztlicher Diagnosestellung sei grundsätzlich positiv zu bewerten. Das schreibt die Bundesregierung in einer Antwort auf eine
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER