NewsÄrzteschaftGrundvergütung für Krankenhaus­behandlungen 2018 in Bayern steht fest
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Grundvergütung für Krankenhaus­behandlungen 2018 in Bayern steht fest

Freitag, 9. Februar 2018

/Bumann, stockadobecom

München – Bayerische Krankenhausgesellschaft und die Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassenverbände in Bayern haben sich auf den landesweiten Basisfallwert für 2018 geeinigt. Danach steigt diese zentrale Größe für die Vergütung der stationären Krankenhausleistungen von bislang 3.365 Euro auf 3.450,43 Euro.

Wegen Ausgleichen aus den vergangenen Jahren ergibt sich für die Kliniken ein abrechenbarer Betrag von 3.442,48 Euro. Das hat die Bayerische Krankenhaus­gesellschaft jetzt mitgeteilt. Insge­samt stehen für die Behandlung von mehr als drei Millionen Patienten in den Kliniken Bayerns 2018  knapp elf Milliarden Euro zur Verfügung.

Berechnungsgröße für Vergütung

Der landesweite Basisfallwert gibt im Fallpauschalensystem den Preis für eine Kranken­­hausbehandlung mit durchschnittlichem Aufwand an. Je nach Schwierig­keitsgrad der Behandlung wird in diesem Jahr der Wert 3.442,48 Euro mit einem Faktor multipliziert, der dann den Rechnungsbetrag ergibt. So beträgt zum Beispiel der Faktor für eine komplikationslose Entbindung rund 0,5. Für einen schwerstverletzten Patien­ten mit wochenlanger Intensivbehandlung und Beatmung kann dieser Wert bis zum 60-fachen betragen.

Anzeige

Die Kliniken müssen nun vor Ort mit den Krankenkassen vereinbaren, welche und wie viele stationäre Behandlungen sie im Jahr 2018 erbringen und mit dem landesweiten Basisfallwert abrechnen werden.

In jedem Bundesland gilt ein eigener Landesbasisfallwert. Dieser lag 2017 mit 3.530,50 Euro in Rheinland-Pfalz am höchsten. Am niedrigsten war der Landes­basisfallwert mit 3.341,67 Euro in Sachsen und Thüringen.

Neben Bayern stehen die Landesbasisfallwerte 2018 auch in Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Nord­rhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein fest. In Hessen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen muss die Schiedsstelle entscheiden. In den anderen Bundesländern wird noch verhandelt. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

8. August 2018
Ursberg – Die Staatsregierung in Bayern will Menschen mit Behinderung das Leben, Wohnen und Arbeiten erleichtern. Bei seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause im schwäbischen Ursberg beschloss das
Bayerns Kabinett beschließt weitere Unterstützung für Behinderte
7. August 2018
München – In Bayern sind zwar viele Mütter grundsätzlich mit der Qualität der Hebammenbetreuung zufrieden. Dennoch gibt es erhebliche Probleme, wie eine aktuelle IGES-Studie zur Hebammenversorgung im
Hebammenversorgung: Studie zeigt Defizite in Bayern auf
3. August 2018
München – In Bayern ist die Zahl der Masernfälle deutlich angestiegen. Aus Urlaubsländern wie Frankreich, Griechenland und Italien werden ebenfalls vermehrt Masernfälle gemeldet. Vor diesem
Masern in Bayern auf dem Vormarsch
31. Juli 2018
Berlin – Die Krankenhäuser in Deutschland haben für die Ausstattung mit Hygienepersonal zwischen 2013 und 2017 rund 329 Millionen Euro erhalten. Das geht aus einem Bericht des GKV-Spitzenverbands
Kliniken rufen Mittel aus Hygieneprogramm ab
31. Juli 2018
München – Für Menschen in psychischen Notlagen wird in den kommenden drei Jahren ein bayernweiter Krisendienst aufgebaut. Kern ist eine zentrale Telefonnummer, bei der sich Betroffene und deren
Krisendienst für psychische Notlagen wird in Bayern aufgebaut
26. Juli 2018
Berlin – Trotz Pflegemangels an Krankenhäusern nehmen die Kliniken eine millionenschwere Förderung für neue Schwestern und Pfleger nur etwa zur Hälfte in Anspruch. 2016 und 2017 wurden bislang 157
Fördermittel: Kliniken verzichten auf Millionen für bessere Pflege
26. Juli 2018
Hamburg – Die Krankenkassen bezahlen den Krankenhäusern in Hamburg in diesem Jahr rund 46 Millionen Euro für die Ausbildung in Gesundheitsberufen. Damit stellen sie die Finanzierung von rund 3.000

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Anzeige

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER