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Ausland

Nach Tod von 140 Patienten: Südafrika zahlt Angehörigen Entschädigung

Freitag, 9. Februar 2018

Johannesburg – Nach dem Tod von rund 140 psychisch kranken Patienten im Jahr 2016 hat Südafrikas Regierung den Angehörigen erstmals eine Entschädigung zugesagt. Die Familien von 63 der Verstorbenen werden zunächst je 200.000 Rand (14.000 Euro) erhalten, erklärten die Rechtsanwälte der Angehörigen gestern. Eine abschließende Entschädigungs­lösung für alle Patienten steht indes noch aus.

Die Patienten waren aus Kostengründen von der Provinzverwaltung Gauteng aus einer psychiatrischen Klinik in Johannesburg in kleinere, nicht standardgemäße Zentren verlegt worden, wo viele infolge von Wassermangel oder Vernachlässigung starben.

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Der Skandal hat Südafrika tief erschüttert. Ge­sund­heits­mi­nis­ter Aaron Motsoaledi brach bei einer Anhörung im Januar in Tränen aus und sprach unter Anspielung auf das frühere rassistische Regime in Südafrika von einer Tragödie „wie zu Zeiten der Apartheid“.

Nachdem der Tod der Patienten im vergangenen Jahr bekanntgeworden war, traten mehrere Vertreter der Provinz Gauteng zurück, bislang wurde jedoch noch niemand strafrechtlich verfolgt. © dpa/aerzteblatt.de

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