Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Hochschulen

Uniklinik Jena stellt Praxishilfen für gesünderen Schulalltag vor

Freitag, 9. Februar 2018

/patrick, stockadobecom

Jena – Praxishilfen für einen gesünderen Schulalltag haben Wissenschaftler um Uwe Berger vom Institut für Psychosoziale Medizin und Psychotherapie am Universitäts­klinikum Jena vorgestellt. „Unser Ziel ist es, den Schulen ein praxisnahes und qualitätsgesichertes Angebot zur Gesund­heits­förder­ung an die Hand zu geben, das auf die Verbesserung der sozialen Teilhabe und die Steigerung des Selbstwertes der Schüler zielt“, erläuterte er. 

Die Wissenschaftler konzipierten zunächst eine Ausstellung zum Thema „Dazugehören“, die auf zehn Postern Herausforderungen und Chancen von Kindern und Jugendlichen thematisiert, entstigmatisieren und zum Nachdenken anregen soll.

Neben der Posterausstellung ist eine Übungsbox entstanden, die zu fünf Ober­kategorien 60 Übungen enthält, die sich ohne größere Einarbeitungs­zeit im Unterricht einsetzen lassen, zum Beispiel, um das Wir-Gefühl zu steigern, wenn sich eine neue Klasse bildet oder wenn es Streitigkeiten gibt.

„Die Box eignet sich auch, um den Umgang mit Gefühlen zu lernen, den Selbstwert zu stärken, Lebenskom­peten­zen auszubilden oder die Konzentration zu steigern, wenn es gerade mal wieder unruhig oder die letzte Stunde ist“, so Projekt­mitarbeiterin Anni Gläser.  Die Resonanz zu den Materialien an zehn Pilotschulen in Thüringen sei überaus positiv.

Mit Unterstützung der Barmer, AOK Plus, Techniker Krankenkasse sowie der Sparkassenstiftung Jena-Saale-Holzland starten die Wissenschaftler jetzt in die nächste Projektphase, in der sie die entwickelten Praxishilfen einer stark erweiterten Zielgruppe zugänglich machen. Die Poster werden an Straßenbahn- und Bushaltestellen in Jena auf die Themen psychische Gesundheit und Vielfalt aufmerksam machen. Die Übungsbox soll noch dieses Jahr in einem Verlag erscheinen und im Buchhandel erhältlich sein.

Das Vorhaben ist im Rahmen des übergreifenden Projektes „Vorteil Jena“ entstanden. Mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) entwickeln das Universitätsklinikum, die Friedrich-Schiller-Universität und die Ernst-Abbe-Hoch­schule in Jena mit über 30 Praxispartnern vor Ort neue Wege in der Gesundheits­förderung.

Dazu wurden in den Bereichen „Gesund Lernen“, „Gesund Arbeiten“ und „Gesund Altern“ gemeinsam mit Schulen, Unternehmen und Senioren Praxishilfen entwickelt und wissenschaftlich evaluiert, die durch mehr soziale Teilhabe und Steigerung der Selbstwirksamkeit den neuen Volkskrankheiten wie Depression, Demenz und Übergewicht vorbeugen und die Gesundheit positiv beeinflussen sollen. © hil/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

22. Mai 2018
Hannover – Die niedersächsische Landesregierung ist gegen die Einführung eines Schulfachs Ernährung. „Nicht jede gesellschaftliche Fehlentwicklung lässt sich in der Schule und durch neue Schulfächer
Niedersachsen lehnt Schulfach Ernährung ab
18. Mai 2018
Berlin – Über Erfolge bei der Behandlung von jungen Patienten mit genetisch bedingter Adipositas berichten Forscher um Peter Kühnen vom Institut für experimentelle pädiatrische Endokrinologie der
Neuer Wirkstoff soll Jugendlichen mit genetisch bedingter Adipositas helfen
14. Mai 2018
Philadelphia – Ist die häufige Verordnung von Antibiotika in der Pädiatrie verantwortlich für die Zunahme von Nierensteinen bei Teenagern? Eine Fall-Kontroll-Studie im Journal of the American Society
Orale Antibiotika könnten Nierensteine auslösen
8. Mai 2018
Berlin – Rund fünf Prozent der 12- bis 17-jährigen Kinder und Jugendlichen in Deutschland pflegen regelmäßig ihre kranken oder pflegebedürftigen Familienangehörigen zu Hause. „Diese Kinder verzichten
Pflegende Kinder und Jugendliche brauchen mehr Unterstützung
25. April 2018
Berlin – Das öffentliche Bewusstsein für lärmbedingte Hörstörungen ist in Deutschland zu gering, obwohl diese vermeidbar sind. Darauf hat Rudolf Henke, Vorsitzender des Ausschusses „Prävention und
Kitas und Schulen sollten früh über Folgen von Freizeitlärm aufklären
19. April 2018
Berlin – Die ambulante kinderärztliche Versorgung in Berlin wird ausgebaut: Die Hauptstadt erhält acht neue Arztsitze für Pädiater und zwei zusätzliche Arztsitze für Kinder- und Jugendpsychiater.
Zusätzliche Arztsitze für Pädiater und Kinder- und Jugendpsychiater in Berlin
9. April 2018
Berlin – Für kranke Kinder und Jugendliche sind die Organtransplantate knapp. Laut der Stiftung Eurotransplant haben Ärzte in Deutschland im vergangenen Jahr 215 Kindern und Jugendlichen unter 16

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige