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Ärzteschaft

Wie der Übergang in die Erwachsenenmedizin bei jungen Rheumapatienten gelingt

Montag, 12. Februar 2018

/glisic_albina, stockadobecom

Bonn – Ein positives Fazit ihres über drei Jahre laufenden Transitions­projektes hat die Deutsche Rheuma-Liga gezogen. Kooperationspartner war das Deutsche Rheuma-Forschungszentrum. Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat das Projekt finanziell gefördert.

Hintergrund ist, dass jedes Jahr etwa 2.500 Jugendliche von der Betreuung ihres Kinder-Rheumatologen zum Erwachsenen-Rheumatologen wechseln müssen. Das gelingt häufig nicht. Jeder Dritte bricht laut Rheuma-Liga seine Behandlung ab, unter Umständen mit schweren Folgen für die Gesundheit.

Evaluation in Arbeit

In einer ersten Auswertung bezeichnet der Selbsthilfeverband das Projekt als „einen vollen Erfolg, der zeigt, dass man viel tun kann, um spezifische Probleme von jungen Betroffenen zu lösen.“ Das Vorhaben wird nun vom Deutschen Rheuma-Forschungs­zentrum evaluiert.

Im Vordergrund stand die Stärkung der jungen Rheumatiker im Umgang mit ihrer chronischen Erkrankung und die Vorbereitung auf den Wechsel in die Erwachsenen­versorgung. Im Rahmen des Projektes wurden vielseitige Angebote für den Übergang entwickelt und getestet.

Das Herzstück des Projektes waren ausgebildete junge Menschen – sogenannte Transition-Peers, die bei der Entwicklung von Angeboten einbezogen wurden. Sie fungierten auch als Multiplikatoren, die anderen Gleichaltrigen mit Rat und Tat zur Seite standen. Außerdem hielten die Peers Vorträge, zum Beispiel auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie, um Ärzte stärker auf das Thema aufmerksam zu machen.

Zusätzlich wurden Informationsmaterialien erstellt, wie ein Ärzteflyer und ein eigenes Magazin für Jugendliche. Bundesweit wurden mehrere Camps für Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 20 Jahren durchgeführt. Ein Onlineportal „Mein Rheuma wird erwachsen“ speziell für junge Betroffene diente als interaktive Aus­tausch- und Hilfeseite.  © hil/aerzteblatt.de

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