NewsVermischtesDeutsche fordern bessere Bedingungen für Pflegekräfte
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Deutsche fordern bessere Bedingungen für Pflegekräfte

Montag, 12. Februar 2018

/dpa

Hamburg – Die Bürger in Deutschland fordern bessere Arbeitsbedingungen in Heimen und Krankenhäusern. Das zeigt eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK). 97 Prozent der Befragten halten dies für eine vorrangige gesundheitspolitische Aufgabe einer künftigen Regierung. Zwei von drei Befragten (67 Prozent) halten es zudem für besonders wichtig, die Digitalisierung im Gesundheits­wesen voranzutreiben.

Der am vergangenen Mittwoch veröffentlichte Koalitionsvertrag widmet sich auf acht Seiten den Themen Gesundheit und Pflege und sieht neben einem „Sofortprogramm Pflege“ und einer konzertierten „Aktion Pflege“ unter anderem die Einführung einer elektronischen Patientenakte vor. Auch die Notfallversorgung zu reformieren und die sprechende Medizin zu fördern, stehen auf der Agenda.

Anzeige

„Die Komplexität der Herausforderung verlangt nach einer gesamtgesellschaftlichen Anstrengung“, hieß es aus der TK. Die Krankenkasse fordert daher einen „Masterplan Pflegeberufe“. „Darin sollten neben Bund, Ländern und Kommunen auch öffentliche und private Kostenträger sowie die Leistungserbringer und -träger sowie die Tarifpartner eingebunden werden“, hieß es aus der Kasse.

Für einen „Masterplan Pflegeberufe“ schlägt die TK fünf konkrete Handlungsfelder vor:

  • eine höhere Vergütung, insbesondere in der Altenpflege
  • eine größere Lohnspreizung, die die Anreize zur Weiterbildung erhöht
  • attraktive Rückkehrangebote nach einer beruflichen Auszeit oder Beschäftigungen jenseits der Pflege
  • eine altersgerechte Arbeitsorganisation, mit der sich ältere Pflegekräfte im Beruf halten lassen
  • neue Karrierepfade und Aufgabenfelder, die die berufliche Laufbahn attraktiver machen

„Das kurzfristige Ziel muss es sein, den heute in allen Bereichen der Pflege Beschäftigten mehr zu bieten“, so die TK.

Neben den beruflich Pflegenden brauchten auch die pflegenden Angehörigen mehr Unterstützung. Hier habe die Digitalisierung ein großes Potenzial. Gerade im Start-up-Bereich gebe es zahlreiche Ansätze, wie Sensorik, Sprachassistenz und künstliche Intelligenz, die zu smarten Lösungen für Patienten und Angehörige verknüpft werden könnten. Leider seien solche Smart-Home-Lösungen derzeit nicht im Leistungskatalog der Pflegversicherung berücksichtigt. Die TK fordert deshalb, den Leistungskatalog der Pflegeversicherung entsprechend zu erweitern. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

17. Februar 2020
Bonn – Bei der Eröffnung einer neuen Beratungsstelle für ausländische Fachkräfte hat Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) die Bedeutung von qualifizierten Zuwanderern betont. „Mit den
Karliczek und Heil betonen Bedeutung ausländischer Fachkräfte
17. Februar 2020
Hannover – Die Gewerkschaft Verdi und das Klinikum Region Hannover (KRH) haben heute in Hannover den „Tarifvertrag Entlastung – Entlastungstage und Mobilteamzulagen“ unterzeichnet, mit dem die
Tarifvertrag soll Leiharbeit in der Pflege reduzieren
12. Februar 2020
Berlin – Ergebnisse des im Januar 2020 begonnen Strategieprozesses, in dem es auch um die Substitution ärztlicher Leistungen durch Pflegefachpersonen geht, werden voraussichtlich Ende 2021 vorliegen.
Substitution ärztlicher Leistungen: Ergebnisse für Ende 2021 erwartet
12. Februar 2020
Hannover – In mehreren Krankenhäusern im Nordwesten gibt es einem Bericht zufolge offenbar massive Personalnot auf den Intensivstationen – eine Folge sind demnach Aufnahmestopps für Patienten. Der NDR
Bericht: Intensivstationen an Kliniken oft überlastet
12. Februar 2020
Berlin – Eine Aufwertung der Pflege und die Schaffung von 30.000 Studienplätzen für Pflegeberufe wünscht sich eine Allianz von drei großen deutschen Stiftungen. Die Robert Bosch Stiftung, die
Große Stiftungen wünschen sich Aufwertung der Pflege
11. Februar 2020
Berlin – Die Leiharbeit in der Pflege im Krankenhaus und in Pflegeeinrichtungen sollte in ganz Deutschland weitgehend eingeschränkt werden. Bundesweit sollte ein Familienpflegegeld eingeführt werden.
Berlin startet Bundesratsinitiative zur Eindämmung von Leiharbeit in der Pflege
10. Februar 2020
Berlin – Deutschland gibt gemessen an der Wirtschaftsleistung erheblich weniger Geld für die Altenpflege aus als die skandinavischen Länder oder die Benelux-Staaten. Das ergibt sich aus einer Antwort
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER