NewsPolitikBrandenburgs Sozialministerin kritisiert Pflegefinanzierung
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Brandenburgs Sozialministerin kritisiert Pflegefinanzierung

Dienstag, 13. Februar 2018

/Stockfotos-MG, stock.adobe.com

Berlin – Bei der Finanzierung der Pflege will Brandenburgs Sozialministerin Diana Golze (Die Linke) den Bund stärker in die Pflicht nehmen und so Länder und Kommu­nen entlasten. In einem Interview mit dem Radiosender rbb kritisierte die Politikerin das Finanzierungskonzept der Pflegeversicherung und forderte zugleich bessere Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte.

„Im Moment werden Pflegebedürftige und ihre Familien ein Stück weit allein gelassen. Es gibt keine Antwort der Bundesregierung darauf, wie die steigenden Kosten getragen werden“, unterstrich Golze. Als „Teilkaskoversicherung“ übernehme die Pflegever­sicherung derzeit zudem lediglich einen geringen Teil der Kosten, der auch noch gedeckelt sei. Sie schlug vor, stattdessen den Eigenanteil der Betroffenen zu deckeln und künftige Kostensteigerungen durch die Pflegeversicherung abzudecken.

Den im Koalitionsvertrag vorgesehenen Personalausbau um rund 8.000 Pflegestellen hält Golze für einen Tropfen auf den heißen Stein. Angesichts der Tatsache, dass es bundesweit allein rund 13.500 stationäre Pflegeeinrichtungen gebe, relativere sich die Zahl der neuen Stellen schnell. Um mehr Mitarbeiter zu gewinnen, gelte es deshalb, die Arbeitsbedingungen der Pflegenden zu verbessern. „Zudem müssen Quereinsteiger und Berufsrückkehrer besser gefördert werden“, forderte die Ministerin. © hil/sb/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

10. August 2018
München – Mangelnde Fachkenntnisse der Pfleger, Personalmangel auf der Station, Abrechnungsbetrug in der Intensivpflege, Sprachbarrieren mit ausländischen Pflegern – immer mehr Menschen in Bayern
Mehr Beschwerden über schlechte Qualität in der Pflege in Bayern
8. August 2018
Duisburg – Die Pflegeversicherung muss einen sprunghaften Anstieg der Leistungsempfänger verkraften. Die Zahl kletterte 2017 um 553.000 und damit 20 Prozent auf 3,3 Millionen Bezieher, wie aus einer
Ausgaben der Pflegeversicherung sprunghaft angestiegen
31. Juli 2018
Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) lehnt eine flächendeckende Einführung des „pflegerischen Basis-Assessment“ (BAss) ab. Entwickelt hat dieses Instrument die Gesellschaft
Geriater lehnen pflegerisches Basis-Assessment im Krankenhaus ab
27. Juli 2018
Berlin – Um die Situation der Pflegekräfte zu verbessern, bringt das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) aktuell gesetzliche Maßnahmen für mehr Personal, eine faire Bezahlung und bessere
Ge­sund­heits­mi­nis­terium sucht eindrucksvolle Geschichten aus dem Pflegealltag
26. Juli 2018
Düsseldorf – Für Pflegebedürftige hat die seit einem Jahr regierende schwarz-gelbe Koalition in Nordrhein-Westfalen (NRW) nach Überzeugung des Sozialverbands VdK Rückschritte gebracht. Der bewährte
Sozialverband pocht auf Vorrang für ambulante statt stationärer Pflege in NRW
23. Juli 2018
Berlin/Düsseldorf – Die Beiträge zur Pflegeversicherung könnten im kommenden Jahr deutlich stärker steigen als bisher angekündigt. Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) schloss nicht aus, dass
Höhere Beiträge für Pflegeversicherung unumgänglich
18. Juli 2018
Passau – Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) will im Kampf gegen den Pflegenotstand auch mehr Nichtpflegefachkräfte einsetzen und dies von der Pflegeversicherung bezahlen lassen. „Wir wollen

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Anzeige

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER