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Politik

Altenpfleger sind ihrem Beruf treu

Donnerstag, 15. Februar 2018

/dpa

Berlin – Altenpflegefachkräfte verweilen im Durchschnitt länger als bisher ange­nommen in ihrem Beruf. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion Die Linke hervor. Demnach zeigt eine Studie, dass die Berufsverläufe von Fachkräften in der Altenpflege, die ihre Berufstätigkeit in den Jahren zwischen 1976 und 1980 aufgenommen haben, sich zum Stichtag 31. Dezember 2004 im Durchschnitt auf über 19 Jahre erstrecken.

Ähnliche Trends zeigten sich der Antwort zufolge auch bei Altenpflege­fachkräften, deren Ausbildungsabschlüsse noch nicht so lange zurückliegen. So waren im Durchschnitt fünf Jahre nach Abschluss der Ausbildung 77 Prozent der Altenpfleger im Beruf verblieben. Nach zehn Jahren waren es 64 Prozent und nach 15 Jahren noch 63 Prozent.

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„Die Ergebnisse der Strukturanalyse widerlegen deutlich die Vorstellung, dass viele Altenpflegefachkräfte schon nach kurzer Zeit ihren Beruf verlassen würden“, heißt es dazu von der Bundesregierung. Unterstützt werde dieses Ergebnis durch die Erkenntnisse der vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) durchgeführten repräsentativen Erwerbstätigenbefragung 2012. Danach haben 62 Prozent der befragten Altenpfleger in ihrem erlernten und weitere 25 Prozent in einem verwandten Beruf gearbeitet.

„Die Zahlen räumen erneut mit Mythen auf, die seit Längerem durch die Welt geistern“, kommentierte Bernd Meurer, Präsident des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste (bpa). Es sei an der Zeit, dass Berufsverbände und die Politik sie zur Kenntnis nehmen und daran ihr Reden und ihr Handeln ausrichten. „Wir wissen, dass noch viel Arbeit vor uns allen liegt, um mehr Menschen für den Beruf in der Altenpflege zu gewinnen. Die Zahlen sind aber eine gute Basis, um in der von der künftigen Bundesregierung geplanten ‚Konzertierten Aktion Pflege‘ kluge und richtige Entscheidungen zu treffen“, so Meurer. © hil/sb/aerzteblatt.de

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