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Politik

Bayern will Angebot an ambulanten Pflege-Wohn­gemeinschaften ausbauen

Montag, 19. Februar 2018

Nürnberg – In Bayern sollen mehr Pflegebedürftige die Chance auf einen Platz in einer Pflege-Wohngemeinschaft bekommen. „Wir wollen den flächendeckenden Ausbau dieser Wohnform weiter voranbringen“, sagte die bayerische Ge­sund­heits­mi­nis­terin Melanie Huml (CSU) heute bei einer Tagung in Nürnberg.

In diesem Jahr werde der Freistaat 750.000 Euro zur Unterstützung dieser speziellen Wohnform bereitstellen, kündigte die CSU-Politikerin an. Gerade für Pflegebedürftige seien Wohngemein­schaften ideal, da Betroffene so in ihrer vertrauten Umgebung bleiben könnten.

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Bis zum Jahresende 2017 gab es nach Humls Angaben in Bayern 339 ambulant betreute Wohngruppen für Pflegebedürftige. Das seien 13 Prozent mehr als im Jahr davor. 2017 seien dort 2.364 Menschen betreut worden – nach 2.098 im Jahr davor. 80 Wohngemeinschaften seien Menschen mit Demenzerkrankungen vorbehalten.

Von großer Bedeutung seien aber auch Angebote für Menschen, die intensiver Pflege bedürften. In solchen Intensivpflege-Wohngemeinschaften lebten derzeit knapp 800 Menschen. Inzwischen sei fast jede zweite dieser Wohngruppen eine Intensivpflege-WG, berichtete Huml. Pflege-Wohngemeinschaften stellten für viele eine Alternative zum häufig nicht erwünschten Heimaufenthalt dar. © dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #79783
Practicus
am Dienstag, 27. Februar 2018, 22:43

interessant

ermöglicht doch diese Konstruktion von "Pflege-WGs" die Umgehung der Qualitätsanforderungen des Heimgesetzes... in Demenz-WGs läuft das schon so: Eine Altenpflegehelferin leitet die Nachschicht mit Unterstützung ungelernter Aushilfen. Tolles Geschäftmodell: Herr X bereibt einen Pflegedienst, Gattin X vermietet Wohnungen. Hygienevorschriften, Einbettzimmervorgaben. Personaschlüssel - wozu, hier lassen sich doch nur ein paar Senioren in einer Privatwohnung gemeinsam pflegen!
Avatar #92214
H.-D. Falkenberg
am Dienstag, 27. Februar 2018, 16:53

...................ambulant betreute Wohngmeinschaften

Bayern verfolgt den Ausbau dieser Pflege- und Betreuungsform schon seit Jahren. Dies habe ich als Mitglied einer Arbeitsgemeinschaft sehr begrüßt. Auch aus finanziellen Gründen kann das Angebot für die Nutzer interessant sein (Stichwort: Trennung und Abrechnung von SGB V und SGB XI-Leistungen).
LNS

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