NewsPolitikGrüne wollen Einsatz von Pestiziden verringern
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Grüne wollen Einsatz von Pestiziden verringern

Donnerstag, 22. Februar 2018

/dpa

Berlin – Die Grünen im Bundestag wollen den Einsatz von Pestiziden deutlich redu­zieren und zum Teil verbieten. Sie regen ein Pestizidreduktionsprogramm an, in dem quantitative Reduktionsziele vorgegeben und alle Maßnahmen gebündelt werden sollen, wie aus einem Antrag im Bundestag hervorgeht.

Demnach soll die Bundesregierung bis Ende des Jahres den Start eines entsprechenden Programms beschließen. Der Einsatz besonders problematischer Stoffe wie der Totalherbizide Glyphosat und Glufosinat und der bienengefährdenden Neonicotinoide soll zudem beendet werden.

Anzeige

Die Grünen wollen mit dem Vorstoß gegen den aus ihrer Sicht auf einem hohen Niveau verharrenden Einsatz von chemisch-synthetischen Pestiziden mit „drastischen“ Auswirkungen auf die Biodiversität, die Umwelt und die Gesundheit vorgehen. Ziel ihres Programms soll die Senkung des Pestizideinsatzes um 40 Prozent in den nächsten vier Jahren sein.

Die Grünen fordern darüber hinaus Investitionen in die Forschung zu nicht chemischen Pflanzenschutzmethoden und robusten oder resistenten Sorten sowie in die unabhängige Beratung der Landwirte. Ein Netzwerk von Demonstrationsbetrieben soll diese Bemühungen flankieren.

Außerdem sollen die Landwirte beim nicht chemischen Pflanzenschutz durch explizite Fördertatbestände zur Anschaffung von Maschinen und Geräten mithilfe der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küsten­schutzes“ unterstützt werden. © hib/may/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

11. Dezember 2018
Straßburg – Nach der umstrittenen Zulassung des Unkrautvernichters Glyphosat in Europa sollen Genehmigungen für Lebensmittel und Pestizide nach dem Willen des EU-Parlaments transparenter werden. Die
Glyphosat-Streit: EU-Parlament will mehr Transparenz bei Zulassungen
7. Dezember 2018
Leverkusen – Bayer hat heute die Zusammenfassung von mehr als 300 Studien zu dem umstrittenen Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat online gestellt. Die Veröffentlichung ist Teil der
Bayer veröffentlicht Studien zu Glyphosat
6. Dezember 2018
Brüssel – Als Reaktion auf die umstrittene Zulassung des Unkrautvernichters Glyphosat bis 2022 hat ein Sonderausschuss des EU-Parlaments strengere Prüfmechanismen für Pestizide gefordert. Künftig
Streit um Glyphosat: Sonderausschuss will bessere Kontrollen von Pestiziden
13. November 2018
Leverkusen – Bayer muss sich in den USA noch mehr Glyphosatklagen stellen als bisher bekannt. Bis Ende Oktober seien Gerichtsschriften von etwa 9.300 Klägern zugestellt worden, sagte Bayer-Konzernchef
Bayer schließt Vergleiche bei Glyphosatklagen aus
1. November 2018
San Francisco – Im Glyphosatprozess in den USA hat der krebskranke Kläger einer niedrigeren Strafzahlung gegen die Bayer-Tochter Monsanto zugestimmt. Dewayne Johnson willigte in die Absenkung von 289
Krebskranker Kläger in Monsanto-Prozess akzeptiert niedrigeren Schadenersatz
23. Oktober 2018
San Francisco – Im ersten US-Prozess um angeblich verschleierte Krebsgefahren glyphosathaltiger Unkrautvernichter hat Bayer trotz einer voraussichtlich geringeren Strafe als angenommen Berufung
Bayer kündigt im Glyphosat-Prozess trotz Strafsenkung Berufung an
11. Oktober 2018
San Francisco – Die Bayer AG darf sich Hoffnung machen, dass das millionenschwere Schadenersatzurteil im ersten US-Prozess um angeblich verschleierte Krebsrisiken von Unkrautvernichtungsmitteln der
LNS
NEWSLETTER