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Depressionen: Vor allem ältere Studierende sind gefährdet

Donnerstag, 22. Februar 2018

/contrastwerkstatt, stock.adobe.com

Berlin – Bei Studierenden steigt mit zunehmendem Alter das Risiko für eine Depression deutlich an. Ab einem Alter von 27 Jahren übersteigt die Inzidenz der Ersterkrankungen die der Nichtstudierenden. Das ergab die Auswertung der Routinedaten aus zwölf Jahren und 822 Millionen Abrechnungsfällen der Barmer GEK, die etwa zehn Prozent der Bevölkerung abdecken. Den Arztreport, der federführend vom aQua-Institut in Göttingen betreut wurde, stellte die Krankenkasse heute in Berlin vor.

Depressionen, Angststörungen oder Panikattacken bei jungen Menschen nehmen zu. Allein zwischen den Jahren 2005 bis 2016 ist der Anteil der 18- bis 25-Jährigen mit psychischen Diagnosen um 38 Prozent gestiegen.

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Das vorherrschende Bild der Studieren­den, die bisher als weitgehend gesunde Gruppe galten, musste die Barmer GEK revidieren. Bei den Studierenden sei inzwischen mehr als jeder sechste (17 Prozent) von einer psychischen Dia­gnose betroffen, berichtete Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Barmer. Das entspricht rund 470.000 Menschen. „Die absoluten Zahlen sind beunruhigend“, sagte Straub. Vieles spreche dafür, dass es künftig noch deutlich mehr psychisch kranke junge Menschen geben werde, ergänzt Straub und beruft sich auf Schätzungen der Weltgesundheits­orga­nisation.

Im 18. Lebensjahr erkrankten laut dem Arztreport 1,4 Prozent der Studierenden erstmals an einer Depression. Bei den Nichtstudierenden waren es 3,2 Prozent. Gut zehn Jahre später lag der Anteil bei den Studierenden bei 3,9 Prozent und bei den Nichtstudierenden bei 2,7 Prozent. Über den gesamten Beobachtungszeitraum (2005 bis 2016) ergab sich ein relativer Anstieg der Verordnung von Antidepressiva von 60 Prozent. Im Jahr 2016 erhielten von den gut sieben Millionen jungen Erwachsenen in Deutschland demnach 241.000 mindestens eine Antidepressiva-Verordnung.

Kausaler Zusammenhang bleibt ungeklärt

Über die Ursachen können Straub und der Geschäftsführer des aQua-Instituts Joachim Szecsenyi nur Vermutungen äußern. „Gerade bei den angehenden Akademikern steigen Zeit- und Leistungsdruck kontinuierlich, hinzu kommen finanzielle Sorgen und Zukunfts­ängste“, sagte Straub. Ob der Bologna-Prozess oder die Digitalisierung Einfluss hatten, bleibt ungewiss. Auch, ob einige Studienfächer oder Universitätsstädte mit einem besonders hohen Risiko für Depressionen einhergehen, kann der Arztreport nicht klären.

Niedrigschwellige Angebote zur Prävention

Nach Ansicht der Barmer liegt der richtige Ansatz in der Prävention. Es seien mehr niedrigschwellige Angebote erforderlich, die psychische Erkrankungen vermeiden und junge Erwachsene frühzeitig erreichen. „Ein großes Potenzial sehen wir daher in Onlineangeboten, vor allem, wenn sie anonym sind und den Nutzungsgewohnheiten der Generation Smartphone entgegenkommen“, so Straub.

Hilfestellung bietet schon jetzt beispielsweise das von der Barmer geförderte Projekt StudieCare, in dessen Rahmen auch Einflussfaktoren für die Erstmanifestation von psychischen Erkrankungen im Studierendenalter evaluiert werden. Seit 2015 steht zudem Pro Mind zur Verfügung, ein Onlinetraining für Menschen mit leichten psychischen Beschwerden, das inzwischen 2.100 Barmer-Versicherte nutzen. © gie/dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #106067
dr.med.thomas.g.schaetzler
am Sonntag, 25. Februar 2018, 11:26

Was für ein hohles Geschwafel!

Kollege Deeb, Tötungsdelikte, aggressive Handlungen und Aggressionsstürme mit Todesfolge unter 15 bis 16-jährigen Jugendlichen haben weder etwas mit Studenten-Depressionen (eigentliches Thema!) noch mit belanglosen Ausführungen Ihrerseits zu Depressionen zu tun.

Dass es seit vielen Jahrzehnten spezialisierte Fachärzte/-innen für Kinder- und Jugendpsychiatrie gibt, ist wohl auch an Ihnen vorbeigegangen?

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
Avatar #667459
nabilabdulkadirdeeb.germany
am Sonntag, 25. Februar 2018, 10:31

Nicht nur bei Studierenden steigt mit zunehmendem Alter das Risiko für eine Depression deutlich an. !!!

Zu den Risikofaktoren zählen neben dem weiblichen Geschlecht vor allem eine erbliche Belastung, wie depressive Erkrankungen in der Familienvorgeschichte.

Es scheint für sich wiederholende Depressionen eher eine pathophysiologische, biologische Krankheitsanfälligkeit von Bedeutung. Viele Depressive schleppen sich erst einmal mit Leistungsabfall und körperlichen Beschwerden dahin und dies oft viel zu lange.

Sie klagen vor allem über Schlaf-, Appetit-, Magen-Darm-, Herz- und Atmungsstörungen, über Verspannungen, Gelenk-, Rücken- Muskelschmerzen, Merk- , Konzentrationsstörungen, Unruhe, innere Anspannung, Entscheidungsunfähigkeit, Interesseschwund, Gleichgültigkeit und allgemeine Lustlosigkeit .

Allerdings haben viele Menschen insbesondere die Jugendlichen immer noch keinen Zugang zur Psychotherapie oder psychologische Behandlung entweder aus Mangel an Ressourcen, ein Mangel an geeigneten Fachkräfte zu behandeln oder noch das Stigma der Geisteskrankheit tragen .

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/dortmund-streit-unter-teenagern-15-jaehrige-stirbt-nach-messerstich-a-1195261.html


Mit freuendlichen Gruessen
Ihr
Nabil Abdul Kadir DEEB ;
Arzt . médecin . doctor .
P.O. Box 20 10 53 ;
53140 Bonn - Bad Godesberg :
GERMANY
e.mail:
nabilabdulkadirdeeb.germany@gmail.com

Avatar #106067
dr.med.thomas.g.schaetzler
am Samstag, 24. Februar 2018, 22:41

Depressionen, Kollege Nabil Abdul Kadir DEEB,

endogener und exogener Art haben vielfältige bio-psycho-sozial-kommunikative Ursachen. Ihre wiederholt formulierten Darbietungen zum Thema erschließen sich mir in Syntax und Methodik nicht.

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
Avatar #667459
nabilabdulkadirdeeb.germany
am Samstag, 24. Februar 2018, 21:33

Depression ist nicht ausschließlich auf biologische Faktoren oder psychologische Faktoren, sondern ist aufgrund des komplexen Zusammenspiel vieler Faktoren der sozialen, psychologischen oder biologisch.


Depression ist eine affektive Störungen, die Stimmung, die wichtigsten Symptome zu verändern Gefühle in Zusammenhang stehen. Dies geschieht mit Stimmung Symptomen wie Traurigkeit oder pessimistische Gedanken und motivierende Symptomen, vegetative Störungen und kognitiven Störungen.

Depression ist ein Syndrom, das durch eine Gruppe von Symptomen, so dass wir eine Krankheit mit unterschiedlichen Ausprägungen haben.


Depression ist nicht ausschließlich auf biologische Faktoren oder psychologische Faktoren, sondern ist aufgrund des komplexen Zusammenspiel vieler Faktoren der sozialen, psychologischen oder biologisch.

Vererbung und Depression :
Die Tendenz, eine depressive Störung zu entwickeln scheint in gewisser Weise, Vererbung durch, zu sein. Diese Information kommt zu uns durch Familienstudien, so dass die Person mit einem nahen Verwandten mit einer affektiven Störung präsentiert 10 Mal häufiger ich leiden sie als eine Person, die nicht einen betroffenen Verwandten hat.

Darüber hinaus in Bezug auf die in der Depression beteiligten Gene, schlägt Forschung, dass mehrere Gene beteiligt ist, beobachtet Verknüpfung zwischen den Genen liegen auf den Chromosomen 2, 10, 11, 17, 18, unter anderem, sowie Polymorphismen Gene wie der Serotonin-Transporter als die Quelle der Depression betrifft.

Selbstverständlich, wenn wir auf eine Erkrankung mit mehreren Symptomen beziehen und wo Variabilität groß ist, ist es logisch, dass die beteiligten Gene sind vielfältig als auch.

strukturelle und funktionelle Veränderungen in der Depression beteiligt :
Es wird mit depressiven Patienten mehr Bildgebungsstudien gegeben, die gezeigt wird, sind Veränderungen in verschiedenen Hirnstrukturen aufweisen.


Mit freuendlichen Gruessen
Ihr
Nabil Abdul Kadir DEEB ;
Arzt . médecin . doctor .
P.O. Box 20 10 53 ;
53140 Bonn - Bad Godesberg :
GERMANY
e.mail:
nabilabdulkadirdeeb.germany@gmail.com
Avatar #711502
Medizinphysik
am Samstag, 24. Februar 2018, 15:16

Depressionen bei Studierenden

Bis vor einigen Jahren waren Studenten bei unseren (nicht-invasiven)neurophysiologischen Untersuchungen die geeigneten "Kandidaten", bis sich kardiovaskuläre "Störungen", vor Allem eine Häufung an Vorhofflimmern bei den Eingangstests zeigten. Aus den Anamnesen zeigte sich, dass diese belastete Klientel zunehmend dem Campus-WLAN ausgesetzt war, was in gezielten EMG-Untersuchungen sich darin zeigte, dass das 10 Hz-WLAN-Signal sich dort widerspiegelte. Möglicherweise eine Erklärung für die in dem Artikel diskutierte Situation, sollte dann aber auch in die Diskussion der hier genutzten funktechnischen Kommunikation in Schulen und Kitas kritisch einfließen. Dieses Projekt wird ja zur Zeit als unbedingte Notwendigkeit der Digitalisierung intensiv von dem entsprechenden Bundesinstitut gefordert.
LNS

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