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Frankfurter Krankenhäuser durch Grippewelle an Belastungsgrenze

Donnerstag, 22. Februar 2018

/dpa

Frankfurt/Main – Die ungewöhnlich hohe Zahl an Grippefällen bringt nach Angaben des Gesundheitsamtes die Frankfurter Krankenhäuser an ihre Belastungsgrenze. Zeitweise hätten alle internistischen Abteilungen in Frankfurt keine neuen Patienten mehr aufnehmen können, sagte der Mediziner Udo Götsch vom Gesundheitsamt. Die Aufnahmekapazitäten änderten sich zwar stündlich, die Krankenhäuser arbeiteten derzeit aber am Limit.

Die Zahl der Grippefälle sei ungewöhnlich hoch und bereite den Medizinern Sorgen, weil die Zahlen bisher stetig steigen, so Götsch. „Ob der Höhepunkt diese Woche erreicht wird, wissen wir noch nicht“, sagte er. In der vergangenen Woche verzeichnete das Gesundheitsamt 200 nachgewiesene Grippefälle in Frankfurt, in dieser Woche waren es bis heute bereits 294 Fälle. In der vergangenen Saison lag der Spitzenwert nach Angaben von Götsch bei 125 Meldungen in einer Woche.

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Beratungshotline zur Grippe

Die Situation in Frankfurt ist kein Einzelfall. Bereits vorgestern hatte eine Bonner Klinik einen Aufnahmestopp verhängt. Heute hat die Barmer nach dem ersten Grippe-Todesfall dieses Jahres in Mecklenburg-Vorpommern eine Telefonhotline eingerichtet.

Ärzte berieten dort, wie sich die echte Grippe von einer eher harmlosen Erkältung unterscheidet, wie man sich durch Schutzimpfungen und andere Maßnahmen wappnen kann oder was zu tun ist, wenn man selbst oder ein Angehöriger erkrankt ist, teilte die Kasse in Schwerin mit. Erreichbar sei die Hotline von morgen an für eine Woche von 9 Uhr bis 21 Uhr unter der Rufnummer 0800/8484111. Die Beratung sei kostenlos und stehe allen Interessierten offen.

Der Todesfall zeige, dass die Grippe keine harmlose Erkrankung sei, sagte der Landesgeschäftsführer der Barmer in Mecklenburg-Vorpommern, Henning Kutzbach. „Wegen der zuletzt stark gestiegenen Fallzahlen wollen wir Patienten die Gelegenheit geben, sich möglichst einfach medizinischen Rat am Telefon zu holen“, sagte er.

Laut dem Bericht der Arbeitsgemeinschaft Influenza für die sechste Kalenderwoche des Jahres – dem im Augenblick aktuellsten Bericht – wurden dem RKI in dieser Woche 17.990 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle übermittelt. Damit sind seit der 40. Meldewoche 2017 59.876 Fälle übermittelt worden. 

Die Grippewelle hat in der 52. Kalenderwoche 2017 begonnen. Influenza-B-Viren sind seit der 40. Kalenderwoche 2017 mit 75 Prozent die am häufigsten identifizierten Influenzaviren, gefolgt von Influenza-A(H1N1)pdm09-Viren mit 21 Prozent und Influenza-A(H3N2)-Viren mit vier Prozent.

© dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #93325
rostm
am Freitag, 23. Februar 2018, 20:13

Zu viele Betten

...und wir haben zu viele Betten. Gebetsmühlenartig wiederholen unsere Politiker dieses Mantra.
Kein Mensch würde auf die Idee kommen, die Hochwasser-Schutzmaßnahmen in Köln am durchschnittlichen Rheinpegel zu orientieren. Käme es dann fast alljährlich zur Überschwemmung der Altstadt, würde man noch behaupten, dass die Hochwasserdämme ja eigentlich zu hoch seien....
Jeder dieser Damen und Herren sollte ein Pflichtpraktikum in einer Notaufnahme zur Erkältungs- und Grippezeit machen, sollte bei der Organisation eines Bettes für eine schwerkranke Person eingesetzt werden, wenn alle Stationen "dicht" melden. Alternativ sollten sie für Stunden röchelnd und fiebernd in einer Flurecke verbringen. Aber für diese Herrschaften werden natürlich sofort Einzelzimmer zur Verfügung gestellt. Woraus - und da beißt sich die Katze in den Schwanz - sie dann schließen, dass es mehr als genug Betten gibt.
LNS

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