NewsHochschulenTransportable Herz-Lungen-Maschine in Berlin im Einsatz
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Hochschulen

Transportable Herz-Lungen-Maschine in Berlin im Einsatz

Freitag, 23. Februar 2018

ECMObil /Charité, Baar

Berlin – Ein spezielles Einsatzfahrzeug mit einer transportablen Herz-Lungen-Maschine, das „ECMObil“, haben die Charité – Universitätsmedizin Berlin und das Berliner Rote Kreuz mit seiner Tochtergesellschaft DRK Rettungsdienst Berlin in Betrieb genommen. Mit dem Fahrzeug kann ein intensivmedizinisches Team mit der entsprechenden Ausrüstung zu schwerst kranken Patienten auf Intensivstationen anderer Krankenhäuser gebracht werden.

Bei Patienten mit schwerem Schock, Kreislaufstillstand oder Lungenversagen kann die Behandlung durch die Anlage eines künstlichen Kreislaufs mit externer Sauerstoff­versorgung, Extracorporal Membrane Oxygenation (ECMO) genannt, lebensrettend sein. Diese spezielle Therapie ist aber nur in Schwerpunktzentren verfügbar.

Anzeige

Wissenschaftliche Untersuchung

„Mit dem ECMObil werden wir in Zukunft auf Anforderung anderer Intensivstationen unsere intensivmedizinische Kompetenz auch außerhalb der Charité zur Verfügung stellen können. Dabei soll auch wissenschaftlich untersucht werden, welche Patientengruppe von dieser Art extremer Intensivtherapie profitiert“, erklärte Ulrich Frei, ärztlicher Direktor der Charité.

„Nur wenige Krankenhäuser können Betroffene mit einer Herz-Lungen-Maschine stabilisieren, und eine Verlegung solcher Menschen in ein Zentrum wie die Charité setzt eine transportable Herz-Lungen-Maschine voraus“, erläuterte Dilek Kolat, Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung der Stadt Berlin. DRK und Charité sorgten mit ihrem Engagement dafür, dass die Notfallversorgung und Intensivmedizin in Berlin weiter ausgebaut werden, lobte sie die Initiative.

Das ECMObil ist ein Kooperationsprojekt, bei dem die Charité die Geräte und das Team von Spezialisten bereitstellt, das Berliner Rote Kreuz steuert das Fahrzeug bei. Das ECMObil wird am Campus Virchow-Klinikum stationiert sein und gehört zum Reanima­tionszentrum (Circulatory Arrest Center, CAC) der Charité – Universitätsmedizin Berlin. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

18. September 2018
Göttingen/Hamburg – Ärzte und Experten für Medizindidaktik der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) haben ein Computerspiel entwickelt, das die
Virtuelle Notaufnahme ist ein effektives Lernformat
10. September 2018
Berlin – Politiker, Patientenschützer und Krankenkassen fordern, das Geschäft mit Intensivpatienten, die dauerhaft außerhalb von Krankenhäusern gepflegt werden, stärker zu kontrollieren. „Das ist ein
Mehr Kontrolle bei Intensivpflege gefordert
10. September 2018
Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) hat die Einführung von Pflegepersonaluntergrenzen in der Intensivmedizin begrüßt, aber vor
Intensivmediziner regen längere Übergangsfrist für Pflegepersonaluntergrenzen an
7. September 2018
Paderborn – Zum morgigen Tag der Ersten Hilfe machen die Malteser darauf aufmerksam, wie leicht ein Leben zu retten ist. „Notärzte sind heilfroh, wenn die Patienten in den ersten Minuten vom
Malteser wollen Angst vor Erster Hilfe nehmen
5. September 2018
Schwerin – Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Mecklenburg-Vorpommern beklagt eine mangelnde Bereitschaft in der Bevölkerung, die Erste-Hilfe-Kenntnisse regelmäßig aufzufrischen. „Das Angebot an Kursen
Deutsches Rote Kreuz sieht Defizite bei Erster Hilfe
22. August 2018
Calgary – Intensivstationen in Kanada entlassen Patienten immer häufiger direkt nach Hause. Nach einer Kohortenstudie in JAMA Internal Medicine (2018; doi: 10.1001/jamainternmed.2018.3675) hat sich
Können Patienten direkt aus der Intensivstation nach Hause entlassen werden?
21. August 2018
Köln – In Rettungsdienstbereichen mit kürzeren Hilfsfristen überleben mehr Patienten einen plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand. Die spätere Entlassungsrate wird zudem deutlich beeinflusst durch eine
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Anzeige

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER