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Medizin

Diabetes Typ 1: Erste Schritte nach der Diagnose muss jeder Arzt einleiten können

Dienstag, 27. Februar 2018

Blutzuckermessung /dpa
/dpa

Münster/Tübingen – Einen Diabetes Typ 1 müssen Ärzte sämtlicher Fachrichtungen bei Kindern und Jugendlichen erkennen können. Denn im Akutfall droht eine Ketoazidose (21,1 %). Wie die Erstdiagnose erfolgt und welche Schritte dem Diabetologen über­lassen werden können, wird in einer cme-Fortbildung im Deutschen Ärzteblatt erklärt (Dtsch Arztebl Int 2018; 115(9):146-56).

Bei der Diagnose stehen 3 klinische Symptome im Vordergrund: gesteigerter Durst, eine krankhaft erhöhte Urinausscheidung und Gewichtsabnahme. Beschreibt der Patient diese Symptome, reicht eine zusätzliche kapilläre Blutzuckermessung in den meisten Fällen aus für eine Diagnose. Aber auch weniger typische Symptome sollten Ärzte im Blick haben, wie etwa ein reduzierter Allgemeinzustand, erschwerte Atmung, Bauchschmerzen und Erbrechen.

Nicht erforderlich für eine Erstdiagnose sind hingegen der Nachweis diabetes­assoziierter Antikörper, ein oraler Glukosetoleranztest oder eine HbA1c-Bestimmung. Diese Parameter sind Bestandteil der Differenzialdiagnose und sollten in der Schwerpunkteinrichtung durchgeführt werden.

Zum Diabetologen überweist der Arzt Kinder und Jugendliche direkt nach der Erstdiagnose. Die Autoren betonen, dass sich die Betreuung durch ein spezialisiertes Diabetesteam nicht verzögern dürfe – weder bis zum nächsten Tag, noch über das Wochenende. Ansonsten könnte sich die Hospitalisierungsrate erhöhen und metabolische Resultate im Verlauf verschlechtern. © gie/aerzteblatt.de

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