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Medizin

Forscher empfehlen auch bei kleinen Nabelbrüchen Verwendung eines Netzes

Donnerstag, 1. März 2018

/Henrie, stockadobecom

Rotterdam – Zur Versorgung einer Nabelhernie verwenden Operateure verschiedene Methoden. Wissenschaftler der Abteilung für Chirurgie, Erasmus University Medical Center, Rotterdam, haben jetzt untersucht, ob bei kleineren Nabelbrüchen mit einem Durchmesser von einem bis vier Zentimetern der Einsatz eines Netzes die Rezidivrate gegenüber einer reinen Nahtreparatur verringert. Ihre Arbeit ist in der Fachzeitschrift Lancet erschienen (2018; doi: 10.1016/S0140-6736(18)30298-8).

Dafür haben die Forscher eine kontrollierte Multicenterstudie in 12 Krankenhäusern durchgeführt, 9 in den Niederlanden, 2 in Deutschland und 1 in Italien. Teilnahme­berechtigt waren Erwachsene im Alter von mindestens 18 Jahren mit einem primären Nabelbruch mit einem Durchmesser von 1 bis 4 Zentimetern. Sie wurden nach dem Zufallsprinzip intraoperativ entweder der Nahtreparatur oder der Netzreparatur zugeordnet. Die Teilnehmer wurden nach der Größe des Leistenbruchs (1 bis 2 Zentimeter und 2 bis 4 Zentimeter) geschichtet.

Zu Beginn der Studie wurden alle Chirurgen zu Schulungen eingeladen, um sicher­zustellen, dass sie dieselben standardisierten Techniken für die Nahtreparatur oder die Netzreparatur verwenden. Die Patienten wurden nach 2 Wochen und nach 3, 12 und 24-30 Monaten nach der Operation untersucht. Das primäre Ergebnis war die Rate der Rezidive nach 24 Monaten. Diese wurden durch körperliche Untersuchung und, im Zweifelsfall, Bauch-Ultraschall bewertet.

„Zwischen dem 21. Juni 2006 und dem 16. April 2014 haben wir nach dem Zufalls­prinzip 300 Patienten, 150 Patienten für die Netzreparatur und 150 Patienten für die Nahtreparatur ausgewählt“, berichten die Forscher. Nach einer maximalen Nach­beobachtung von 30 Monaten gab es in der Netzgruppe weniger Rezidive als in der Nahtgruppe (4 % versus 17 %). Die häufigsten postoperativen Komplikationen waren Serom (1 in der Nahtgruppe versus 5 in der Meshgruppe), Hämatom (2 versus 3) und Wundinfektion (1 in Nahtgruppe und 3 in der Netzgruppe). Es gab keine Anästhesie­komplikationen oder postoperative Todesfälle.

„Wir schlagen vor, dass die Netzreparatur für Operationen an allen Patienten mit einem Nabelbruch dieser Größe verwendet werden sollte“, so das Fazit der Wissenschaftler. © hil/aerzteblatt.de

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