NewsPolitikGesundheitsausschuss befasst sich mit Gesundheitsportal
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Gesundheitsausschuss befasst sich mit Gesundheitsportal

Mittwoch, 28. Februar 2018

/JcJg Photography, stockadobecom

Berlin – Der Gesundheitsausschuss des Bundestages hat sich heute mit dem geplanten nationalen Gesundheitsportal befasst. Das Portal soll in Deutschland zum zentralen Internetangebot für Gesundheitsinformationen ausgebaut werden. Inzwischen liegt der Konzeptentwurf des 2017 mit dem Projekt beauftragten Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) vor.

Institutsleiter Jürgen Windeler sagte, es gehe um eine qualitätsgesicherte Alternative zu den bisherigen Möglichkeiten, im Internet nach Gesundheitsinformationen zu suchen. Die meisten Menschen suchten zunächst über Google nach solchen Informationen und erhielten dann bestimmte Treffer angezeigt, die mehr oder weniger hilfreich seien.

Anzeige

Portal soll zunächst Wissen um 200 Krankheiten abdecken

Das neue Portal könne in Zukunft einen grundlegenden Beitrag dazu leisten, Fragen rund um die Gesundheit auf hohem Niveau zu beantworten. So sollen zunächst 200 Krankheiten abgedeckt werden, die für die allermeisten Anfragen stehen, sagte Windeler. Das Institut bietet mit der Homepage gesundheitsinformation.de bereits ein Angebot. Über die Trägerschaft des neuen Portals wie auch über dessen Finanzierung ist noch keine Entscheidung gefallen.

Der Leiter des Ressorts Gesundheitsinformation im IQWiG, Klaus Koch, sagte, die Vielfalt des Internetangebots biete den Nutzern keine ausreichende Orientierung. Auch spiele die Qualitätssicherung bei den Suchmaschinen im Internet keine Rolle. Mit dem nationalen Gesundheitsportal solle der Zugang zu qualitätsgesicherten Informationen erleichtert werden.

Dem Konzept zufolge sollen ausgewählte Partner ihre gesicherten Informationen auf dem Portal zur Verfügung stellen. So wird etwa eine Verknüpfung mit vorliegenden klinischen Studien angestrebt. Ferner ist ein „Navigator“ zu Kliniken, Ärzten und Pflegeeinrichtungen vorgesehen. Die Informationen auch rund um das komplexe deutsche Gesundheitssystem sollen leicht verständlich aufbereitet werden. Hinzu kommen persönliche Beratungsangebote. Geplant ist auch, auf aktuelle Gesundheitsmeldungen der Medien einzugehen und diese einzuordnen.

Der Gesundheitsausschuss verständigte sich in der Sitzung außerdem auf eine Expertenanhörung zum Thema doppelte Beitragszahlungen auf Betriebsrenten, die am 25. April stattfinden soll. Die vorliegenden Anträge der Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke zum Thema Pflegepersonal sollen in einer Expertenanhörung am 18. April beraten werden. © hib/EB/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

17. Oktober 2018
Berlin – Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) soll eigentlich Versicherten in Fragen rund um die gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) und bei Problemen mit den Krankenkassen
Beratungs- und Transparenzdefizit bei Unabhängiger Patientenberatung
9. Oktober 2018
Ulm – Menschen mit chronischen körperlichen Erkrankungen könnten von psychosozialen Internet- und mobilbasierten Interventionen (IMIs) profitieren. Noch sei die Datenlage dazu jedoch heterogen, die
Internetbasierte Interventionen wirken bei chronischen Erkrankungen – die Evidenz ist jedoch begrenzt
1. Oktober 2018
Berlin – Das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS) hat einen Katalog mit weit mehr als 200 Metakriterien für die Beschreibung und Bewertung von Gesundheits-Apps erstellt. Unter
Mit der Webanwendung Appkri sollen Fachgruppen Gesundheits-Apps bewerten
27. September 2018
Lübeck – Für internetbasierte Selbstmanagementinterventionen bei psychischen Störungen hat eine gemeinsame Arbeitsgruppe der psychiatrischen und psychologischen Fachgesellschaften (DGPPN und DGP)
Onlineangebote für psychische Störungen auf dem Prüfstand
19. September 2018
Berlin – Das neue Onlineprogramm der AOK „Familiencoach Depression“ soll Angehörigen helfen, den Alltag mit einem depressiv erkrankten Menschen besser zu bewältigen. Dabei lernen Familie und Freunde
Neues Onlineportal der AOK soll im Umgang mit depressiv erkrankten Menschen helfen
14. September 2018
Hamburg – Wenn sich Patienten vor ihrem Arztbesuch etwa im Internet über ihre Krankheitsbilder informieren, dann reagiert eine Mehrheit der Mediziner positiv darauf. Das ergab eine forsa-Umfrage für
Ärzte reagieren meist positiv über vorinformierte Patienten
10. September 2018
Hamburg – Im Gesundheitskiosk in Hamburg-Billstedt sind im ersten Jahr mehr als 3.000 Beratungen geleistet worden. Das Projekt war mit dem Ziel gestartet, in einer Gegend in Hamburg, in der es wenig
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Anzeige

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER