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Kinder- und Jugendärzte warnen vor Legalisierung von Cannabis

Freitag, 2. März 2018

/juniart, stock.adobe.com

Köln – Kinder- und Jugendärzte warnen vor einer Legalisierung von Cannabis. Mit Blick auf in Düsseldorf und anderen Städten geplante Cannabisprojekte erklärte der Sprecher des Bundesverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Josef Kahl, am Mittwoch in Köln, die Substanz sei keineswegs harmlos. Der Cannabiskonsum sei unter 12- bis 17-Jährigen weit verbreitet und seit 2011 stetig gewachsen.

„Es beeinträchtigt fatal die Gehirnstrukturen und auch die neurokognitive Leistungs­fähigkeit junger Menschen“, so der Mediziner. Damit stelle der Cannabiskonsum eine ernsthafte Gesundheitsgefahr dar. „Je früher Kinder mit dem Konsum beginnen, desto gefährlicher ist die Droge.“

Verbandspräsident Thomas Fischbach warnte, wenn jetzt das Gesundheitsdezernat der Stadt Düsseldorf und auch andere Städte Konsum und Verkauf von Cannabis lega­lisieren wollten, brauche es einen wirksamen Jugendschutz analog zu den Regeln des Jugendschutzes beim Alkohol. „Dieser muss dann aber auch flächendeckend mit wirksamen Konzepten umgesetzt werden“, sagte Fischbach. „Beim Alkohol gelingt das bis heute nicht, das zeigen die immer noch erschreckend hohen Zahlen komasaufender Jugendlicher, die sich den Alkohol oftmals von volljährigen Freunden besorgen lassen.“ Die gesundheitlichen Langzeitgefahren von Cannabis seien teils noch größer als die von Alkohol.

Es müsse also verhindert werden, dass 18-Jährige in der Apotheke Cannabis kaufen und an 14-Jährige weitergeben können, forderte der Mediziner. „Sollte es zur Entkriminalisierung von Cannabis kommen, fordern wir, in die Umsetzung des zugehörigen Jugendschutzes eingebunden zu werden“, so der Berufsverband.

Vor drei Jahren hatten SPD, FDP, Grüne und Linke im Düsseldorfer Stadtrat ein Modellprojekt zur kontrollierten Abgabe von Cannabis an ausgewählte Personen beschlossen. Bisher sieht sich das Gesundheitsdezernat der Stadt jedoch unter anderem vor rechtlichen Hürden bei der Umsetzung des Projekts. © kna/aerzteblatt.de

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Syntaxie
am Samstag, 5. Mai 2018, 06:44

@ Andre B.

Die Hirnschrumpfung durch einatmen von Lösungsmitteln beim Lackieren und Alkohol als giftiges Lösungsmittel sind nicht das worauf die Behauptung, daß Cannabis "Hirnschäden u. Halluzinationen" verursachen würde abzielt.

Wir wissen, daß das Kraut kein giftiges Lösungsmittel ist.

Worum es wirklich geht: Bei Schizophrenen wurde postmortal festgestellt, daß verdichtete Bereiche im Hirn existieren. Das heißt, daß eine stärkere/dichtere Vernetzung im Hirn existiert. Extrem häufig wird behauptet, daß "auditive Halluzinationen" ein Anzeichen für Schizophrenie wären. Man berücksichtigt allerdings nicht, daß Schizophrenie im Prinzip nur geistiger Starrsinn ist.

Eloquenter ausgedrückt:
- Seit 1992 leitete Emrich die Psychiatrie an der MHH und machte sich in der Wissenschaftswelt unter anderem einen Namen als Experte für Synästesie (die Fähigkeit, beispielsweise Zahlen als Farben wahrzunehmen) und Schizophrenie. „Bei Schizophrenen ist die räumliche Wahrnehmung gestört“, erklärt er und zeigt eine bemalte Hohlmaske, die Schizophreniepatienten im Gegensatz zu Gesunden nicht als Hohlkörper sehen können. „Sie haben eine andere Wahrnehmungsarchitektur im Gehirn. Dadurch nehmen sie mehr Details wahr und sind im Alltag leicht überfordert, weil sie die Wirklichkeit nicht glätten können.“ -
(http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Der-Menschen-er-forscher)

Würde man Hirne von Menschen mit dem sog. coloured hearing beispielsweise ebenso postmortal untersuchen, dann würden sich höchstwahrscheinlich auch dichtere Bereiche im Hirn finden lassen. Und zwar starke Vernetzungen zwischen auditiv-sensorischen und visuellen Bereichen.
Um das nochmal deutlich klarzustellen:
Synästhesiewahrnehmungen sind Ergänzungen und sie basieren jeweils auf primären Wahrnehmungen, aber sie sind nicht einfach nur "vermischte Sinne"
Unter- bzw. vorbewußtliche analytische Hirnfunktionen, die dann jeweils eine auch als inducer bezeichnete Primärwahrnehmung ergeben und darauf basiert dann die Synästhesiewahrnehmung.
Es kommt drauf an den jeweiligen inducer dingfest zu machen.

Bezüglich Stimmenhören die Aussage eines Gesundheitsamtchefs: "Normales Resultat menschlicher Entwickung" was bedeutet, daß es mit Reifung des Bewußtseins zusammenhängt. Hinter emotions -> sounds verstecken sich quasi die verkannten Wahrnehmungen http://www.daysyn.com/Types-of-Syn.html
Darauf basieren sämtliche mythologischen Figuren (Engel, Dämonen etc.) und schlußendlich auch Religionen.
Dichtere Vernetzung ist also mit:
-„Es beeinträchtigt fatal die Gehirnstrukturen und auch die neurokognitive Leistungs­fähigkeit junger Menschen“-
gemeint

Nikola Tesla, als Synästhetiker bekannt, hörte höchstwahrscheinlich auch ergänzende Stimmen, die er wohl für irgendwelche Außerirdische hielt. Die Ergänzungen betrafen seine technischen Überlegungen.
Fatale Beeinträchtigung der Gehirnstrukturen und neurokognitiven Leistungs­fähigkeit ?

Es betrifft im Endeffekt nur eine Minderheit, die in keinster Weise vor spirituellem und sonstigem hirnverschmutzenden Schwachfug geschützt wird !

Und diese Minderheit wird quasi mißbraucht von starrsinnigen Prohibitionisten, um weit über hunderttausend jährliche Strafverfahren unter den Tisch fallen zu lassen !



Andre B.
am Samstag, 5. Mai 2018, 03:09

Ergebnisse der bisher größten explorativen Analyse zur Cannabisgehrinforschung

Die Gehirnstruktur bleibt von Cannabis unangetastet, wie Forscher aus Australien, England und den Vereinigten Staaten in der bisher größten Bildanalyse von beobachtbarer Marihuanawirkung feststellten.

Die vor der Veröffentlichung in dem Addiction-Journal freigegebenen Einblicke in die neusten Studienergebnisse zur Cannabisgehirnforschung zeigen unumstößlich, dass normale Variationen des Cannabiskonsums statistisch nicht mit individuellen Unterschieden in der Gehirnmorphologie korrelieren, welche durch das subkortikale Volumen gemessen werden. Verständlicher erklärt heißt dies, dass bei untersuchten Zwillingsproben in sieben verschiedenen Regionen des Gehirns – inklusive Thalamus, Hippocampus, Amygdala und Nucleus accumbens – das Volumen der Grauen Substanz keine Einbußen selbst bei häufigem Cannabisgenuss nimmt. Nikotin würde im Vergleich dagegen signifikant für ein verkleinertes Volumen des Thalamus bei Männern im mittleren Alter sorgen.
Damit stehen die Ergebnisse der bisher größten explorativen Analyse, bei der die Bildgebung des Gehirns mit Daten über komorbide Substanzen zur Anzeige von Cannabis kombiniert wurde, im Einklang modernerer Erkenntnisse, welche den legal erhältlichen Rauschmitteln bedeutend höheres Gefahrenpotenzial zusprechen.

>>> https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29691937
Andre B.
am Mittwoch, 25. April 2018, 13:41

Sehr geehrter Herr Dr. med. Thomas G. Schätzler

Die von mir doppelt getätigten Einträge sind entstanden , da es beim posten meines Betrags , mehfach zu einem internen Severfehler gekommen ist und dann auch der entsprechende Artikel nicht aufzufinden war .

Das Sie mir darüber hinaus unterstellen , ich würde falsche Schlussfolgerungen ziehen oder die Relavanz dieser Zusammenfassung von 69 Einzelstudien falsch bewerten , empfinde ich als ungerechtfertigt ! Ich bin durchaus des Englischen mächig und vertraue auch vollkommen auf die geleistete wissenschaftliche Arbeit Ihrer Kollegen , von der Universität Pennsylvania.

Mit freundlichen Grüßen!
Andre B.
am Mittwoch, 25. April 2018, 13:07

Brandaktuelle Metastudie - Auswirkungen von Cannabis auf Jugendliche Gehirne

Erst vor wenigen Monaten wurden Ergebnisse einer Vergleichsuntersuchung herausgegeben, die eindeutige Fakten über die Auswirkungen von Marihuana auf die Gehirne von heranwachsenden Jugendlichen beinhaltet. Dabei zeigte sich schon, dass – besonders im Vergleich zu Alkoholkonsum – kaum negative Auswirkungen bei Cannabiskonsum feststellbar wären. Nun hat eine Metaanalyse der Universität von Pennsylvania die Studienergebnisse von 69 diesbezüglichen Forschungsprojekten auf den Kern gebracht und erneut herausgefunden, dass die durch Cannabis hervorgerufenen Effekte entweder minimale oder überhaupt keine Langzeitschäden bei Jugendlichen und Heranwachsenden hinterließen.

Die Autoren des im Jama Psychology Magazin veröffentlichten Berichtes kommen daher zu dem Schluss, dass die bisherigen Annahmen über mögliche Auswirkungen groß aufgeblasen worden seien. Fast 8000 Teilnehmer – darunter 2000 regelmäßig konsumierende Jugendliche – wurden in den Studien auf ihre kognitiven Eigenschaften bezüglich Denkgeschwindigkeit, Gedächtnis, Sprachgewandtheit, motorische Qualität und Lernfähigkeit gecheckt und miteinander verglichen. Eine minimale aber feststellbare Einschränkung unter starken Konsumenten sei zwar auffällig gewesen, doch nach einer 72-stündigen Abstinenz stünden auch diese Testpersonen nicht mehr unter irgendwelchen messbaren Einschränkungen und entsprächen in ihren Denkleistungen der Allgemeinheit.

>>> https://jamanetwork.com/journals/jamapsychiatry/article-abstract/2678214
Practicus
am Dienstag, 24. April 2018, 00:58

Lieber Kollege Schätzler

Auch ich behandle seit 25 Jahren Suchtkranke und Drogenkonsumenten. Allerdings nicht nur ab und zu mal ein paar Wochen, sondern regelmäßig über viele Jahre hinweg. Verglichen mit den Auswirkungen von Alkohol und Heroin sind erhebliche Folgen von Cannabiskonsum nahezu zu vernachlässigen. Die schlimmsten Folgen für die Konsumenten aller(!)illegalen Drogen entstehen aus der willkürlichen Kriminalisierung und deren Folgen. Nach dem Bundesgesundheitsbericht erfolgen nur 850 der 44.000 stat Behandlungen wg Cannabinoiden (inkl Spice)wegen "Psychose durch Cannabinoidgebrauch". Die meisten Jugendlichen beenden ihren Cannabiskonsum nach einer kurzen Probierphase, längere Karrieren mit einer Abhängigkeitsentwicklung sind selten. Wissenschaftler wie Prof. Thomasius haben einen verzerrten Blickwinkel auf die Realität, weil sich bei ihnen komplizierte Verläufe aus einem riesigen Einzugsgebiet häufen.
Die psychischen und sozialen Folgen wie auch dauerhafte kognitive Einbußen sind bei jugendlichen Alkoholkonsumenten mindestens genausogroß
Wer die Jugend schützen will, muss einen regulierten und kontrollierten, legalen Drogenmarkt schaffen
Syntaxie
am Sonntag, 22. April 2018, 18:15

Ist Reichtum Grundlage des Elends...

vergangenes Glück die Ursache von Unglück ?!

Abgesetzte Antidepressiva die Ursache von Depressionen ?

Selbst im Zusammenhang mit Iboprofen sind Psychosen möglich.
Sowas wird allerdings nur deswegen in keinster Weise aufgebauscht, weil es keinen Verbotsirrtum aufrechtzuhalten gilt. Desweiteren sind auch die jeweiligen Gesamtumstände zu berücksichtigen. Allerdings macht man es sich diesbezüglich allzugern so einfach wie möglich.

dr.med.thomas.g.schaetzler
am Sonntag, 22. April 2018, 13:43

4 x macht es nicht besser!

Andre B., da wurden offenkundig Schlussfolgerungen und Relevanz bzw. die Kommentar-Wiederholungsfunktion im DÄ weder richtig gelesen noch verstanden:

"Conclusions and Relevance - Associations between cannabis use and cognitive functioning in cross-sectional studies of adolescents and young adults are small and may be of questionable clinical importance for most individuals. Furthermore, abstinence of longer than 72 hours diminishes cognitive deficits associated with cannabis use. Although other outcomes (eg, psychosis) were not examined in the included studies, results indicate that previous studies of cannabis in youth may have overstated the magnitude and persistence of cognitive deficits associated with use. Reported deficits may reflect residual effects from acute use or withdrawal. Future studies should examine individual differences in susceptibility to cannabis-associated cognitive dysfunction."
https://jamanetwork.com/journals/jamapsychiatry/article-abstract/2678214?redirect=true

Immerhin musste ein kleiner, aber signifikanter Effekt bei reduzierter kognitiver Funktion zugegeben werden ["...a small but significant overall effect size for reduced cognitive functioning in adolescents and young adults who reported frequent cannabis use."]

Die von den Autoren Scott JC et al. in "Association of Cannabis With Cognitive Functioning in Adolescents and Young Adults - A Systematic Review and Meta-analysis" in JAMA Psychiatry. Published online April 18, 2018. doi:10.1001/jamapsychiatry.2018.0335 beschworene Remission dieser Effekte nach 72 Stunden (3 Tagen!) Abstinenz belegt die schwerwiegenderen Auswirkungen bei fortgesetztem Cannabis-Abusus.

Offen bleibt allerdings, wer die gezielte, vergleichende Exposition von Cannabis bei Adoleszenten und jungen Erwachsenen mit nachweisbarem Psychose-Auslösungsrisiko ethisch verantworten sollte und konnte?

Fortgesetzter Cannabis-Abusus begünstigt, induziert und fördert: Bipolare Störungen, Angst, Depression, Stress- und Belastungs-Intoleranz, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Aussetzer usw. Prof. Dr. med. Udo Bonnet, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie; Fachkunde Suchtmedizinische Grundversorgung, Labormedizin, vom EVK Castrop-Rauxel, Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Duisburg-Essen, Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik Therapiezentrum – Alkohol-, Medikamenten- und Cannabis-Entzug, untersucht, forscht und therapiert auf diesem Gebiet seit Jahrzehnten. 
https://www.uni-due.de/person/?tab=Publikationen&id=13635&vcard=0

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
Andre B.
am Sonntag, 22. April 2018, 12:38

An alle Kinder und Jugendärzte

Effekte von Marihuana auf jugendliche Gehirne überschätzt!

Prohibitionsbefürworter sind sich einig, dass Cannabis eine gefährliche Substanz darstellt, welche unter anderem Verboten gehört, um Kinder und Jugendliche vor den Auswirkungen des Konsums zu schützen. Kinder- und Jugendärzte warnen hierzulande vor den schädlichen Folgen des Cannabiskonsums, da dieser auf die Entwicklung des Denkapparates von Jugendlichen starken Einfluss nehme. Fatale Beeinträchtigungen auf Gehirnstrukturen würden die neurokognitive Leistungsfähigkeit beeinflussen und eine ernste Gesundheitsgefahr bedeuten, ließ man kürzlich noch von offizieller Seite des betreffenden Bundesverbandes im Bezug zur angeheizten Legalisierungsdebatte verlauten. Doch, dass die negativen Effekte von Marihuana auf jugendliche Gehirne überschätzt werden, beweist nun erneut eine Metaanalyse aus den Vereinigten Staaten pünktlich vor dem anstehenden Cannabisfeiertag am 20. April.

Erst vor wenigen Monaten wurden Ergebnisse einer Vergleichsuntersuchung herausgegeben, die eindeutige Fakten über die Auswirkungen von Marihuana auf die Gehirne von heranwachsenden Jugendlichen beinhaltet. Dabei zeigte sich schon, dass – besonders im Vergleich zu Alkoholkonsum – kaum negative Auswirkungen bei Cannabiskonsum feststellbar wären. Nun hat eine Metaanalyse der Universität von Pennsylvania die Studienergebnisse von 69 diesbezüglichen Forschungsprojekten auf den Kern gebracht und erneut herausgefunden, dass die durch Cannabis hervorgerufenen Effekte entweder minimale oder überhaupt keine Langzeitschäden bei Jugendlichen und Heranwachsenden hinterließen.

Die Autoren des im Jama Psychology Magazin veröffentlichten Berichtes kommen daher zu dem Schluss, dass die bisherigen Annahmen über mögliche Auswirkungen groß aufgeblasen worden seien. Fast 8000 Teilnehmer – darunter 2000 regelmäßig konsumierende Jugendliche – wurden in den Studien auf ihre kognitiven Eigenschaften bezüglich Denkgeschwindigkeit, Gedächtnis, Sprachgewandtheit, motorische Qualität und Lernfähigkeit gecheckt und miteinander verglichen. Eine minimale aber feststellbare Einschränkung unter starken Konsumenten sei zwar auffällig gewesen, doch nach einer 72-stündigen Abstinenz stünden auch diese Testpersonen nicht mehr unter irgendwelchen messbaren Einschränkungen und entsprächen in ihren Denkleistungen der Allgemeinheit.

Somit reiht sich diese Metaanalyse der Universität von Pennsylvania zu vergangenen Forschungen, welche den Konsum von Cannabis auf jugendliche Gehirne untersuchten und durch allgemeingültige Wissenschaft zu dem Ergebnis kamen, dass eines der wichtigsten Argumente der verbleibenden Prohibitionsbefürworter gewissenhaft ad acta gelegt werden .

Der für Kinder und Jugendliche stets geöffnete Schwarzmarkt stellt merklich messbar eine wesentlich größere Gefahr für ein sorgenfreies Heranwachsen dar, als Nachbars wilde Hanfpflanzen auf einem begrünten Großstadthinterhof im Spätsommer. Wissenschaftlich festgehalten – mittlerweile über 69 mal!

>>> hanfjournal.de/2018/04/...-gehirne-ueberschaetzt/

>>> jamanetwork.com/journal...rticle-abstract/2678214
Syntaxie
am Mittwoch, 7. März 2018, 16:21

Die Hirnverschmutzung herrscht...

... bei dem Verband!
Beim Stöbern dort findet sich eine pdf, deren Inhalt an Anslingers Rassismus der 1930er erinnert.
Schon allein Thomasius in der Autorenliste läßt übles vermuten.
Weiter als bis zur Tabelle auf Seite 9 ist mir das Schundwerk nicht erträglich.
Zitat:
>Effekte bei 
kurzzeitigem 
Konsum 
Beeinträchtigung des Kurzzeitgedächtnisses, Lernbehinderung 
Beeinträchtigte motorische Koordination, Beeinträchtigung der 
Fahrtüchtigkeit mit erhöhtem Unfallrisiko 
Beeinträchtigung der Urteilsfähigkeit mit dem Risiko sexueller 
Verhaltensweisen, die die Übertragung von sexuell übertragbaren 
Krankheiten erleichtern<
Unterschlagen wird, daß je nach Sorte/Zusammensetzung auch keine Beeinträchtigung des Kurzzeitgedächtnisses vorkommt. Und vor allem wird übelwillig unterschlagen, daß Versuchspersonen, die stoned sind garnicht freiwillig Autofahren wollen. Es sind halt ungenannte "Überredungkünste" erforderlich, um überhaupt schlechte Fahrleistungen in Studien zu provozieren.
Unterste Schublade ist dann der Übergang zu Geschlechtskrankheiten.

Quelle des Zitats ist das Schundwerk mit dem Titel:
"Cannabis - Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und
Beatmungsmedizin e.V. (DGP)" Zu finden bei presse/forderungen-und-stellungnahmen/
Ich distanziere mich nachdrücklich von dem Schund durch Vermeidung einer direkten Verlinkung !
Andre B.
am Mittwoch, 7. März 2018, 00:35

p.s.

Für die Aussage von Herrn "Dr." Fischbach "Die gesundheitlichen Langzeitgefahren von Cannabis seien teils noch größer als die von Alkohol" , gehört diesem ehrenwerten "Halbgott in Weiß" , eigentlich die Approbation entzogen , bzw. wäre wohl eine Zwangsfortbildung , mehr als nur dringend erforderlich !!! Einfach unglaublich so etwas von sich zu geben .
Andre B.
am Mittwoch, 7. März 2018, 00:13

Leider nicht mehr als ideolgiebehaftete Falschaussagen ........ !!!!

Nur ein paar ausgewählte Studien zur Thematik .

Aktuelle Studienzusammenfassung von 11 anderen Studien zur Thematik :

"Die Legalisierung von Cannabis für den medizinischen Einsatz in den USA erhöhte nicht den Cannabiskonsum von Jugendlichen. Nach einer Übersicht von 11 Studien, die den Zusammenhang zwischen der Einführung medizinischer Cannabisgesetze in vielen Staaten der USA und dem Cannabiskonsum untersuchten, ergab sich keine Zunahme des Konsums bei Jugendlichen."
(Klinik für Psychiatrie, Columbia Universität, New York, USA, Veröffentlicht am 18 Februar 2018)

>>>> https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29468763

Weitere Studie vom Umwelt und Ge­sund­heits­mi­nis­terium Colorado :

>>>> https://www.colorado.gov/pacific/sites/default/files/PF_Youth_HKCS-2015-Exec-Summary.pdf

>>>> https://www.colorado.gov/pacific/sites/default/files/PF_Youth_MJ-Infographic-Digital.pdf

Studie das Bundesstaates Washington , zur Entwicklung des Cannabiskonsum von Jugendlichen , nach Freigabe zur medizinischen Verwendung und zum Privatgebrauch :

http://www.wsipp.wa.gov/ReportFile/1670/Wsipp_I-502-Evaluation-and-Benefit-Cost-Analysis-Second-Required-Report_Report.pdf
Syntaxie
am Montag, 5. März 2018, 16:04

Warnung vor einseitig engstirnigen Behauptungen

Da halte ich die Gegenforderung für angebracht, daß der Verband sich erstmal distanziert von Behauptungen im Sinne von "Kiffen verursacht Hirnschäden und Halluzinationen".

Denn es ergibt sich bei umfangreicher genauer Betrachtung, daß praktisch sämtliche leichtfertig als Halluzinationen verunglimpften Wahrnehmungen zu den Synästhesien gehören. Also erklärbar sind im Sinne von ergänzenden, jeweils auf primären Wahrnehmungen basierenden respektive davon ausgelösten Wahrnehmungen.
Ergänzend kann im Zusammenhang mit emotionalen Belangen aber auch sehr belastend wirken, weil konträr. Primäre Ergebnisse vorbewußtlicher, quasi analytischer Hirnfunktionen, die auch die persönliche Situation betreffen, können auch synästhetische Wahrnehmungen auslösen.

Möge auch dieser schattenwerfende Verband also bitte "aus dem Licht treten", um die Dunkelziffer derer, die mit Cannabis keine Probleme hatten/haben nicht weiterhin gewohnheitsmäßig zu diskriminieren und übelwilliger Strafverfolgung, auch Fahrerlaubnisentziehung als Ersatzstrafe, auszusetzen.
Practicus
am Freitag, 2. März 2018, 21:14

Gerade diese Risken

für das wachsende Gehirn sollte Anlass für eine Regulierung (nicht Freigabe!) von Cannabis sein! Der Schwazmarkt bedient jeden, der zahlt - und die strafrechtlich privilegierten Kinder unter 14 sind begehrte Kuriere und Kleindealer - nicht nur für Cannabis!
Warum sollen Erwachsene bestraft werden, weil sie sich lieber mit Cannabis als mit Alkohol berauschen? Das Beispiel Tabak zeigt doch, dass es möglich ist, eine wenig regulierte Droge mit großem Abhängigkeitspotenzial für Jugendliche unattraktiv zu machen.
Bei Alkohol macht sich trotz der unzweifelhaften Schadwirkung für Jugendliche UND Erwachsene keiner öffentlich Gedanken oder warnt gar öffentlich vor den Folgen.
Alle tun so, als würden sich die Menschen massenhaft auf Cannabis stürzen, wenn der Bann erst gebrochen ist. Dabei ist Cannabis heute schon rund um die Uhr an jeder Ecke verfügbar,das Verbot kein Hindernis, wenn jemand konsumieren möchte.
Nur ein kontrollierter und regulierter Markt kann hier Verbraucher- und Jugendschutz überhaupt gewährleisten

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